Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Lilli Beck

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    Interview


    Name
    Lilli Beck

    Alter und Wohnort
    Geboren 1950, lebt in München und Berlin

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Ausbildung zur Großhandelskauffrau, Schauspielausbildung, Kosmetik/Visagistenschule.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Während meiner 10-jährigen Fotomodel-Karriere bin ich viel gereist und habe dabei fleißig Tagebücher geschrieben. Wenn ich heute nochmal reinlese, erkenne ich darin meine Lust am Erzählen. Später, während des Schauspielstudiums und bei der Erarbeitung von Rollen, hatte ich beim Einstudieren der Texte immer wieder eigene Einfälle zu diversen Passagen/Dialogen. Meine ersten Schreibversuche mit fiktiven Geschichten entstanden in dieser Zeit.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Ich bin Autodidakt.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Bei „reich heiraten“ (meinem ersten veröffentlichen Roman) war es eine Unterhaltung auf dem 60. Geburtstag einer Freundin aus Hippietagen, zum Thema heiraten oder nicht. Und wenn man sich zu diesem für Hippies spießigem Schritt entschließt, warum. Bei „Couchgeflüster“ war es ein Fall von retrograder Amnesie im Freundeskreis. Somit sind es die weiblichen Hauptfiguren meiner Romane, aus deren Biografie sich das Thema dann zwangsläufig ergibt.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Ich bin ein Gewohnheitsjunkie. Meine Tage sind streng strukturiert und laufen nach dem immer gleichen Muster ab. Ich beginne mit Joggen oder bei schlechtem Wetter mit Yoga. Gegen neun Uhr sitze ich dann am Schreibtisch, frühstücke, lese/beantworte Mails oder erledige Anrufe. Danach wird der AB ein- und das Mailprogramm ausgeschaltet, um Störungen zu vermeiden. Gegen zehn gibt’s einen Espresso. Beim Espresso lese ich auf meinem Laptop den geschriebenen Text vom Vortag durch, ändere und korrigiere. Während der Überarbeitung fällt mir dann ein, wie es weitergeht. Normalerweise habe ich aber bereits am Vortag Notizen zum weiteren Verlauf gemacht. Handschriftlich notiere ich Einfälle, die ich kurz vor dem Einschlafen habe oder wenn ich unterwegs bin.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Wenn die Hauptfigur und deren beruflicher/sozialer Hintergrund feststeht, ist das bereits der halbe Plot. Bisher ergab sich die Geschichte bzw. das Exposé daraus ganz ohne Anstrengung. Was aber nicht bedeutet, dass sich während des Schreibens nicht doch noch die eine oder andere Wendung ergibt. Und sobald ich meine Figuren richtig gut kenne, spätestens nach dem fertigen Exposé, beginnen sie mit mir zu „sprechen“. Ab diesem Punkt wird die Geschichte quasi zum Selbstläufer.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Da ich aus der Ich-Perspektive schreibe, entwickelt meine Protagonistin immer sehr schnell eine starke Eigendynamik, die den Plot vorantreibt. Aber auch die Beziehung der Hauptfigur zu den anderen Figuren beeinflusst die Geschichte wesentlich.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Wenn ich mich an einen neuen Plot mache, bin ich eher gespannt, was mir diesmal wieder einfällt. Zu welchen Kapriolen meine Fantasie fähig ist. Solange die ersten 50 Seiten noch nicht stehen, kommt es manchmal vor, dass ich mich frage, ob ich es schaffe 300/400 Seiten zu füllen. Dann sage ich mir aber, dass es gar keinen Grund gibt, warum mir das nicht gelingen sollte. Doch beim ersten Satz war ich noch nie aufgeregt. Bei allen meinen bisherigen Roman-Projekten entstanden die ersten Sätze sowie die ersten Seiten parallel zur Arbeit am Exposé.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Mein erster Versuch war ein Kurzkrimi, den ich bei einer Ausschreibung eingereicht habe und der auch veröffentlicht wurde. Danach hatte ich Blut geleckt. Das Schreiben ist zwar eine höchst vergnügliche Angelegenheit. Aber ich möchte nicht nur für die Schublade schreiben, sondern auch gelesen werden. Ich möchte den Leser unterhalten und zum Lachen bringen.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Mit meinem ersten heiteren Unterhaltungsroman „reich heiraten - oder wie ich mit 58 meine Hippieideale über Bord warf“ konnte ich sofort bei Rowohlt landen.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Wenn ich an einem aktuellen Projekt sitze, schreibe ich jeden Tag von neun bis sechs. Auch an den Wochenenden. Manchmal überfallen mich aber so viele Ideen, dass ich abends im Bett weiterarbeite.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Es ist mein Hauptberuf.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Nein.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Ohne Schreiben könnte ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen. Nachdem ich inzwischen vier Romane veröffentlicht habe, am fünften arbeite (und viele weitere Ideen auf ihre Verwirklichung warten), ist es wie eine süße, beglückende Sucht - für die ich auch noch bezahlt werde.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Schreibblockaden? Davon habe ich schon gehört. Es soll Autoren geben, die verzweifelt vor ihren Computern sitzen und stöhnen, dass ihnen nichts einfällt. Solche Situationen kenne ich nicht. Und da ich erst anfange, wenn das Exposé und damit der Plot steht, kann ich es immer gar nicht erwarten, mit der eigentlichen Story anzufangen. Die ersten Sätze schreibe ich, wie schon erwähnt, parallel zum Exposé. Gerate ich doch mal ins Stocken, bezeichne ich das aber nicht als Schreibblockade. Ich denke, es ist völlig normal, dass die Einfälle auch mal ausbleiben. Dann gehe ich auf „Ideenpirsch“, das heißt: solange spazieren, bis ich weiß, wie es weitergeht. Und das klappt auch jedes Mal.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
    Ich lese sehr viel, zur Abwechslung auch Krimis. Ich treffe mich mit Freunden zum Essen oder ins Kino, sitze aber auch gerne vor der Glotze. Da bevorzuge ich Komödien, gerne auch Krimikomödien oder Satiren und ich liebe Schwarz-Weiß-Filme aus dem alten Hollywood.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Die klassische Urlaubsreise ans Meer/Strand ist nicht mein Ding. Ich liebe Luxushotels und Städtereisen in die großen Metropolen der Welt, die ich mir leiste, so oft es das Bankkonto erlaubt.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Würde mich eine gute Fee nach meinen Wünschen fragen: Den Weltfrieden, die Abschaffung der Kinderarbeit und aller Waffen, sauberes Wasser für alle und dass niemand mehr hungern muss. Die Abschaltung aller Atomkraftwerke, stattdessen alternative Energie für alle, ein kleines, fliegendes Auto, das nur mit Wasser betrieben wird, gentechnikfreie, gesunde Lebensmittel, ehrliche Politiker und endlich auch die tatsächliche Gleichberechtigung der Frau. Doch solange wir Frauen die Kinder austragen, wird das wohl für immer eine Utopie bleiben. Da hilft auch keine Leihmutter. Ich weiß, das sind nur Träume. Aber heißt es nicht: Träume groß, denn kleinen Träumen fehlt die Magie!
    Was meine Zukunftspläne betrifft: so möchte ich gesund und fröhlich bleiben, und schreiben, schreiben, schreiben - und (ich gebe es ganz offen zu) die Konkurrenz von den Bestsellerlisten verdrängen. Sollte mir das gelingen, wird man mich nur noch breit grinsend antreffen.

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    Buchvorstellungen


  • Sie haben sich aber gut gehalten!


  • Inhalt:
    DAS LEBEN IST KEIN SCHONWASCHGANG. Es sollte die entspannteste Zeit ihres Lebens werden: Rosy geht auf die 50 zu, und nie hat sie sich besser gefühlt. Die Scheidung ist durch, und die Kinder sind ausgezogen. Jetzt steht der Wellnessurlaub mit der besten Freundin kurz bevor. Alles rosa also. Doch Rosy hat nicht mit ihrer Blutsaugerfamilie gerechnet. Nach und nach belagern Kinder und Ex-mann wieder das «Hotel Mama». Selbst ihre nervige Schwiegermutter steht plötzlich vor der Tür - mit einem Koffer voller Probleme im Gepäck. Rosy kann allerdings so schnell nichts umhauen. Bis John auftaucht, ihre große Liebe aus Jugendzeiten.

    --- oder als E-Book ---

  • Chili und Schokolade


  • Inhalt:
    Süß! Scharf! Verführerisch! Evelyn hat ihr tristes Hausfrauendasein satt. Die Kinder sind längst ausgezogen, für Ehemann Konrad ist sie quasi Luft, und dann stirbt auch noch ihr geliebter Terrier Oscar. Erst als sie die flippige Ulla kennenlernt, kommt wieder Bewegung in Evelyns grauen Alltag. Die beiden Frauen sind so verschieden wie Chili und Schokolade. Ulla ist alles, was Evelyn nie war: selbstbewusst, aktiv und sexy. Trotzdem freunden sie sich an, denn sie teilen eine große Leidenschaft: das Kochen. Doch gerade als Evelyn aufblüht, macht sie eine bittere Entdeckung: Konrad hat eine Geliebte! Evelyn holt zum Gegenschlag aus. Und hat dafür ein ganz besonderes Rezept. Denn Rache ist ja bekanntlich süß.

    --- oder als E-Book ---

  • Reich heiraten!: oder Wie ich mit 58 meine Hippie-Ideale über Bord warf


  • Inhalt:
    Die Zeit ist reif! Betty Singer blickt auf ein buntes Leben als Hippie und Kommunen-Bewohnerin zurück. Aber ihre wilden Jahre liegen weit zurück. Das jedenfalls denkt Betty. Bis sich plötzlich alles auflöst wie eine Reinigungstablette für dritte Zähne: Sie verliert ihren Job als Feng-Shui-Beraterin, der hypochondrische Lebensgefährte geht ins Kloster und ihr wird die Wohnung gekündigt. Doch so leicht lässt eine selbstbewusste Frau sich nicht unterkriegen. Betty fasst einen Entschluss: Sie will endlich heiraten - und zwar reich heiraten!












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