Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage von und mit Manfred Böckel

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    Interview


    Name
    Manfred Böckl

    Alter und Wohnort
    Geboren im Jahr 1948

    Internet
    www.manfred-boeckl-schriftsteller.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Abitur, Querbeet-Studium an der Universität Regensburg. Kein Abschluss.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Ich wollte schon als Jugendlicher Schriftsteller werden; hatte nie einen anderen Berufswunsch.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Das habe ich mir selbst beigebracht. Durch ständiges Schreiben seit meiner Jugend. Man muß das Handwerkliche lernen, das geht nur durch jahrelange praktische Übung. Ich habe aber früher auch viel gelesen und dadurch von anderen Schriftstellern gelernt.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Wie ich zu meinen Buchthemen kam? Es gibt tausend Geschichten, man muss sie nur erkennen. Meine Bücher sind oft sozial- und kirchenkritisch. Dazu kam ich, weil ich Unterdrückung von Menschen durch Machtorganisationen nicht ertragen kann; das macht mich sehr wütend. Dasselbe gilt auch für Unterdrückung von Frauen.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Früher schrieb ich mit Schreibmaschine, seit 1994 arbeite ich mit dem PC. Zum Schreiben brauche ich Ruhe und die Nähe zur Natur. Im Bayerischen Wald habe ich beides gefunden.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Das ist unterschiedlich. Ich hatte Buchideen beim Spazierengehen. Ebenso wenn ich einen bestimmten Ort sah (z. B. eine Burg), der mich ansprach. Dann war es öfter so, dass daraus eine Romanidee entstand. Manche Themen entstanden aber auch aus meiner Kampfeslust; aus meiner Lust, gegen Unrecht anzukämpfen. Das gilt zum Beispiel für meine Romane über Hexenverfolgungen. Wieder andere Bücher (Sachbücher) entstanden aufgrund meiner heidnischen/keltischen Weltanschauung. In „Ceridwen. Die Rückkehr der Dreifaltigen Göttin der Kelten“ oder in „Die Botschaft der Druiden“ wollte ich verlorenes heidnisches Gedankengut zurück in die Gesellschaft tragen.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Bei historischen Romanen, die sich eng an die tatsächliche Geschichte anlehnen, ist die Entwicklung der Hauptpersonen ja vorgegeben. (Z. B. in meinem Roman „Die letzte Königin der Kelten“ über das Leben Boadiceas. – Bei anderen Romanen arbeite ich eher aus dem Bauch heraus.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Nein, ich fange einfach an. Habe schließlich schon über 70 Bücher geschrieben. Früher war ich allerdings am Anfang schon verspannt und bastelte oft einen ganzen Tag an der ersten Seite herum.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Publizieren wollte ich, seit ich schreibe. Aber es dauerte halt dann noch einige Zeit. Als mein erstes Buch erschien, war ich 30.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Den ersten Verlag fand ich durch einen älteren Kollegen. Danach bot ich meine Buchideen „klassisch“ an: Exposé und Leseprobe. Inzwischen habe ich Bücher bei ca. 20 Verlagen veröffentlicht, und manchmal wird von einem Verlag auch angefragt, ob ich interessiert wäre, zu einem bestimmten Thema zu schreiben.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Wenn ich ein Buch schreibe, arbeite ich in Klausur: Sechs Tage in der Woche von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. (Ich bin ja Berufsschriftsteller.) Dieser Arbeitsrhythmus ist hart, aber nur so kann ich etwa 100 Manuskriptseiten im Monat schreiben.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Nein.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Es ist mein Beruf und steht im Mittelpunkt meines Lebens. Wahrscheinlich lebe ich deshalb auch schon viele Jahre allein.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Schreibblockaden kenne ich nicht.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen?
    Ich wohne am Waldrand und gehe gerne in den Wald. Gerne arbeite ich mit Holz: Brennholz hacken.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Alle zwei Jahre fahre ich gewöhnlich nach Südwestengland und Nordwales. Wales ist meine zweite Heimat. Ich habe dort in einem anderen Dasein gelebt.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Dass die deutschsprachige Literatur wieder mehr Qualität bekommt und die großen Verlage die Schriftsteller wieder mehr achten. Momentan zählt bei den Großverlagen nur noch das Billige, oft völlig Wertlose, das möglichst viel Profit bringt. - Meine Pläne: Da brodelt so einiges im Kopf; vielleicht werde ich über eine voll ausgebrochene Umweltkatastrophe schreiben, vielleicht über den Zusammenbruch der Papstkirche; vielleicht …


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    Buchvorstellungen - eine Auswahl


  • Jennerwein


  • Inhalt:
    Heute noch wird mitunter ein gewilderter Gamsbock am Grab Georg Jennerweins (1848-1877) auf dem Friedhof St. Martin im Schlierseer Ortsteil Westenhofen abgelegt, um dem vor über hundertdreißig Jahren erschossenen Wilderer die Ehre zu erweisen. Doch warum genießt der im Jennerwein-Lied sentimental Verklärte immer noch solche Achtung? War er wirklich der aufrechte Volksheld, der hinterrücks von einem feigen Jäger niedergestreckt wurde, wie es das Lied suggeriert? In seinem eindringlichen Roman begibt sich Manfred Böckl auf die Spurensuche. Ein verpfuschtes Leben tut sich auf: die Geschichte eines ungeliebten Kindes mit einem von der harten Hand des Stiefvaters verbogenen Charakter, eines immer wieder gnadenlos von der Dorfgemeinschaft geduckten Jugendlichen und schließlich eines zynischen Mannes, dem ein unbändiger Hass auf die selbstgefälligen Honoratioren sowie die gehorsamen Diener der Obrigkeit das Leben vergällt. Den Autor interessieren vor allem die Ursachen dieser Entwicklung, die er in den sozialen und gesellschaftlichen Zuständen der damaligen Zeit ausmacht. Vor diesem Hintergrund kann er sich auch fast mitleidig des mörderischen Jägers annehmen: In Johann Pföderl erkennt er den wahren Bruder Jennerweins in der Chancenlosigkeit und Verlogenheit ihrer Gesellschaft.

  • Ceridwen: Die Rückkehr der dreifaltigen Göttin der Kelten


  • Inhalt:
    Die Natur ist die älteste “Heilige Schrift” der Menschheit. Aus ihr las sie das Wissen um die kosmischen und irdischen Gesetze ab. Die wirkenden Kräfte wurden als “Götter” und “Göttinnen” personifiziert und als solche erfahren. Die große Göttin der Kelten war Ceridwen in ihren Erscheinungen als Jungfrau, Mutter und alte Weise. Für den Autor ist die erneute Hinwendung zu dieser Urkraft eine Frage des Überlebens der Menschheit.

  • Die Botschaft der Druiden: Weisheit aus der Anderswelt


  • Inhalt:
    Vor 2500 Jahren vermochten die Druiden das »Tor in die Anderswelt« sowohl geistig als auch real zu öffnen. Ziel dieses Überschreitens der »Brücke von Avalon« war das Erkennen einer vierten Dimension, die mit den drei bekannten unsichtbar und dennoch greifbar verflochten ist. So schufen die weisen Frauen und Männer der Kelten eine Kosmologie, die Mensch, Natur und Weltall harmonisch in Einklang bringt. Brutal wurde dieses »Große Wissen« später von Rom unterdrückt. Doch verborgen lebte die Botschaft der Druiden weiter – und kann nach ihrer Wiederentdeckung zum Ausweg aus dem gegenwärtigen Dilemma der Menschheit werden. In seiner breit angelegten Darstellung verflicht der Autor auf abwechslungsreiche Weise seine Erlebnisse auf den Reisen zu den Zeugnissen der keltischen Kultur mit fundiertem Wissen über Geschichte und Vorgeschichte und visionären Schauungen, »wie es gewesen sein könnte«. Diese Visionen lassen etwas vom Geist der Druiden lebendig werden – und nur aus diesem lebendigen Geist heraus vermögen wir, »Die Botschaft der Druiden« zu vernehmen.




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