Autoren-Interview


                                                                A ~ B ~ C-D ~ E ~ F ~ G ~ H ~ I-J ~ K ~ L ~ M ~ N ~ O-P ~ Q-R ~ S ~ T ~ U ~ V ~ W ~ X-Z
                                                               

Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Oliver Buslau

Rubrik


  • Romane


  • Krimi


  • Ratgeber (Gesundheit, Lebenshilfe u. a.)


  • Beruf (Coaching, Organisation u. a.)


  • Impressum

    Home


    Partnerprogramme:

    designers-heaven.de (schöne Notizbücher, Stifte + Geschenke)
    Geschenke online kaufen

    Interview


    Name
    Oliver Buslau

    Alter und Wohnort
    Geboren 1962, lebt in Bergisch Gladbach

    Internet
    www.oliverbuslau.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Studium der Musikwissenschaft / Germanistik / Bibliothekswissenschaft mit Magisterabschluss.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Als ich ein Kind war, hatte mein Vater großen Einfluss: Er war Lokalredakteur bei der Rhein-Zeitung in Koblenz (wo ich aufgewachsen bin), später arbeitete er bei der Deutschen Presse-Agentur, und er war auch Buchautor. Ich habe einen großen Teil meiner Kindheit in der Zeitungsredaktion verbracht - etwa, wenn mein Vater Sonntagsdienst hatte und die Montagszeitung machen musste. Später schrieb ich selbst für verschiedene Zeitungen, hatte aber vor, Fachjournalist für Musik zu werden, denn neben der Literatur spielte schon immer die Musik in meinem Leben eine wichtige Rolle. Nach dem Studium bekam ich einen Job bei der Schallplattenfirma EMI Classics, danach war ich Verlagsredakteur, habe mich dann aber doch als Musikjournalist selbstständig gemacht. Ich schrieb sehr viel über Musik: Ich arbeitete an Opern- und Konzertführern mit und versorgte Konzertveranstalter mit Texten für die Programmhefte. Ende der 90er wurde mir das dann zu einseitig, und ich schrieb meinen ersten Krimi. Gleichzeitig interessierte ich mich sehr für Kreatives Schreiben und gründete die Zeitschrift TextArt, die sich genau damit befasst. Sie erscheint seit dem Jahr 2000. Damals kam auch mein erster Krimi heraus: „Die Tote vom Johannisberg“.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Einmal durch die journalistische Tätigkeit, aber dann (was das Literarische betrifft) durch Learning-by-doing. Erst nachdem mein erster Krimi erschienen war, habe ich zum ersten Mal ein Seminar bei einem Schreiblehrer besucht, und zwar bei dem Amerikaner James N. Frey, der ja auch mit vielen Büchern zu Thema bekannt geworden ist und in Berkeley Schreiben unterrichtet. Das hat mich angespornt, weiterzumachen.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Mein erster Krimi entstand aus der Idee heraus, einen Mord in einem Konzertsaal während eines Konzerts geschehen zu lassen - und zwar in der historischen Stadthalle in Wuppertal, weil dort die räumlichen Gegebenheiten so sind, dass das auf diese Weise funktioniert, die ich mir vorstellte. Daraus wurde dann eine Serie um den von mir erfundenen Privatdetektiv Remigius Rott. Ich habe ihn in weiteren Fällen durchs gesamte Bergische Land geschickt (wer‘s nicht kennt: das ist die malerische Gegend östlich von Köln), und mit dem Roman „Altenberger Requiem“ hat er in diesem Frühjahr gerade seinen siebenten Fall gelöst. Eine zweite Schiene in meinen Büchern ist das Thema Musik, das natürlich aus meiner beruflichen Vorgeschichte kommt: Erstmals habe ich mit damit in „Das Gift der Engel“ beschäftigt. Im Thriller „Die fünfte Passion“ taucht ein verschollenes Manuskript von Bach auf, in dem ein Geheimnis verschlüsselt ist. Was viele nicht wissen: Bach hat in seiner Musik tatsächlich über Zahlenkombinationen (Anzahl der Noten in Melodien usw.) Botschaften chiffriert. Im Fantasyroman „Der Vampir von Melaten“ geht es um einen Vampir, der Pianist ist. Auch in dem historischen Krimi „Schatten über Sanssouci“ wird es zum Teil um Musik gehen: Er spielt am Hofe von Friedrich dem Großen in Potsdam. Der Preußenkönig war ja selbst Flötist und Komponist.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Wenn ich wirklich Manuskript schreibe, ist mir wichtig, dass ich ein bestimmtes Pensum am Tag schaffe. Das sind normalerweise mindestens fünf Seiten am Tag, die ich gleich in den Computer schreibe. Ich schreibe zu einer festgelegten Zeit. Notizbücher verwende ich eigentlich nur für Recherchen unterwegs. Aber ich gebe trotzdem alles in den PC ein - auch die Vorbereitungstexte mit Szenenplänen und so weiter. Ich plane meine Romane sehr genau. Zettel verwende ich, wenn der Computer gerade ausgeschaltet ist. Sie liegen überall im Haus herum, aber das, was draufsteht, wird kurz darauf verarbeitet und an die richtige Stelle gebracht.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Das ist schwierig zu beantworten. Alles kann anregend sein: Die einfache Frage „Was wäre wenn?“ zum Beispiel. Wie in der „Fünften Passion“: Wir wissen, dass Bach in seinen Werken theologische Botschaften verschlüsselt haben könnte. Was wäre, wenn in der verschollenen „Fünften Passion“ (die es tatsächlich gab und die tatsächlich verschollen ist) das Datum des „Jüngsten Tages“ chiffriert wäre? Ich kann mich aber auch von Orten, von Personen, von bestimmten Motivationen dieser Personen anregen lassen. Ausgangspunkte für solche Gedankengänge kommen aus der Zeitung, aus Gesprächen, aus der Lektüre oder dem Fernsehen.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Ich plane die Geschichte immer vorher. Das heißt nicht, dass sie im Manuskript genau so laufen wird, wie ich sie geplant habe, aber ich brauche eine Lösung wie sie gehen könnte, sonst fange ich nicht an. Bei klassischen Krimis plane ich immer zuerst die Vorgeschichte - also das, was herausgefunden werden soll. Dann schicke ich meinen Protagonisten in den Fall und lasse ihn mit möglichst vielen Überraschungen und spannenden Elementen das ermitteln, was ich im Hintergrund schon weiß. Die Planung der Geschichte geht dann bis zu einem Szenenplan. Wenn der steht, fange ich mit dem Manuskript an.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Ich bin eigentlich vor den Schreibsitzungen immer ein bisschen nervös, aber das legt sich schnell, sobald ich die erste Seite geschrieben habe und im Fluss bin.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Das kann ich nicht sagen. Es ist ja nicht dieser Wunsch, sondern es ist der Wunsch zu schreiben, der für mich immer auch der Wunsch gewesen ist, gelesen zu werden. Und diesen Wunsch hatte ich schon immer. Ich habe schon sehr früh Zeitungsartikel geschrieben und kann mich erinnern, dass es mich die ersten Male fast ein bisschen schockiert hat, meinen Text mit meinem Namen unter der Überschrift gedruckt zu sehen. Dieses Gefühl legt sich aber bald.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Als ich „Die Tote vom Johannisberg“ fertig hatte, schickte ich eine Zusammenfassung der Handlung und die erste Hälfte des Manuskripts an den Emons-Verlag in Köln, der sich auf Regionalkrimis spezialisiert hat. Sie haben das Buch gleich genommen, allerdings musste ich mich noch einem harten Lektorat unterziehen. Den Vertrag für „Die fünfte Passion“, die beim Goldmann-Verlag erschienen ist, habe ich über eine Agentur bekommen.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Wie oben beschrieben, gibt es ja die fünf Seiten, die entscheidend sind: Wenn ich die nicht schreibe, komme ich nicht voran. Also stehen sie im Mittelpunkt. Ich schreibe sie sofort nach dem Frühstück. Wenn ich sie habe, schreibe ich mehr, wenn ich Lust dazu verspüre. Wenn nicht, belasse ich es dabei. Gegen Mittag kümmere ich mich dann um andere Dinge. Planung neuer Bücher und meinen anderen beruflichen Aktivitäten. Und das geht dann bis in den Abend hinein.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Ich lebe ausschließlich vom Schreiben. Allerdings schreibe ich ja nicht nur meine Romane, sondern auch nach wie vor Artikel über klassische Musik - aber nicht weil ich es muss, sondern weil ich mich gerne damit befasse. Außerdem trägt meine Arbeit für das TextArt-Magazin zu meinem Einkommen bei, und dabei geht’s ja auch ums Schreiben. Ich arbeite in allen drei Bereichen freiberuflich.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Ich gebe hin und wieder Kurse im Krimischreiben (etwa einmal im Jahr an der VHS Köln), außerdem schreibe ich auch immer wieder mal einen größeren Beitrag in meiner Zeitschrift TextArt.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Einen sehr großen. Meine Arbeit dreht sich ganz und gar ums Schreiben, siehe oben.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    In voller Härte habe ich das noch nicht erlebt. Natürlich erlebe ich Selbstzweifel, bestimmte Schwierigkeiten in irgendeiner Phase oder auch Widerwillen. Dagegen helfen die richtige mentale Einstellung und das richtige Handwerkszeug. Grundsätzlich gilt in solchen Fällen: Man muss einfach weitermachen. Man sollte nicht nur schreiben, weil einem etwas einfällt, sondern auch, damit einem etwas einfällt. Alles was auf dem Papier / dem Bildschirm steht, ist besser als nichts. Und wenn es nicht gut genug ist, kann es später immer noch besser gemacht werden. Wenn man kontinuierlich plant und im Fluss der Anregungen, des Konzipierens und der festen Schreibzeiten bleibt, ist man gar nicht darauf angewiesen, dass in einem ganz bestimmten Moment die entscheidende Idee auftaucht.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
    Ich mache nebenbei noch etwas Musik. Ich spiele in einem Amateur-Kammerorchester Bratsche.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Urlaub wie übrigens generell freie Tage oder so was wie Wochenende gibt’s leider sehr wenig bis gar nicht. Ich kann Freizeit und Arbeit nicht trennen wie andere Menschen. Allerdings empfinde ich eine größere Freiheit als in meiner Zeit des Angestelltendaseins, weil stets komplett in meiner Hand liegt, was ich aus den Ideen, den Anregungen mache und wann ich es mache.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Dass ich die Projekte, die ich in meiner Schublade liegen habe, mit Ausdauer und Energie umgesetzt bekomme. Der weiseste Wunsch ist sicher der nach Gesundheit. Ohne die läuft ja gar nichts.

    oben      Home

    Buchvorstellungen - eine Auswahl


  • Altenberger Requiem


  • Inhalt:
    Der Wuppertaler Privatdetektiv Remigius Rott hat es endlich zu einem angenehmen Job gebracht: Für freie Unterkunft und ein ordentliches Honorar soll er das Haus eines Freundes in Wülfrath hüten. Doch dann kommt alles anders: Auf einer Rätsel-Rallye durchs Bergische Land stolpert er zusammen mit der geheimnisvollen Yvonne über eine Leiche in der Nähe des Altenberger Doms. Schnell steckt Rott mittendrin in einem Fall, der ihm nicht nur als Detektiv einiges abverlangt: Der sympathische Privatschnüffler von der Wupper ist bis über beide Ohren verliebt.


  • Die fünfte Passion


  • Inhalt:
    Eine tödliche Verschwörung um eine mysteriöse Handschrift von Johann Sebastian Bach
    Der Musikwissenschaftler Adrian Fischer wird ermordet. Seine Tochter Gwendolyn, eine erfolgreiche Opernsängerin, hatte wenig Kontakt zu ihrem Vater. Nun muss sie sich aber mit dessen Nachlass befassen und macht eine erschreckende Entdeckung: Ihr Vater hatte ein verschollenes Bach-Manuskript gefunden, in dem das Datum des jüngsten Tags verschlüsselt ist. Gwendolyn erhält kurz darauf einen mysteriösen Anruf: Ein Unbekannter versucht, die Herausgabe der Noten zu erpressen. Und dann entgeht Gwen nur knapp einem Mordanschlag .

    --- oder E-Book ---


  • Der Vampir von Melaten


  • Inhalt:
    Als der legendäre Pianist Luc D'Auber in Köln ein Konzert gibt, sieht die Journalistin Gardis Schönborn ihre Chance: Niemand hat je ein Interview mit ihm gemacht, und niemand weiß genau, wer er ist. Nur eins ist sicher: Seine Musik verzaubert eine eingeschworene Fangemeinde. Nach dem Konzert sucht D'Auber überraschend Gardis Hilfe und eine dramatische Verfolgungsjagd beginnt. Gardis gerät ins Fadenkreuz eines geheimen Vampirjägerordens und steht vor einer schweren Entscheidung. Ist D'Auber der gesuchte Vampir von Melaten?


  • Schatten über Sanssouci


  • Inhalt:
    Er hat es zu Ruhm und Ansehen gebracht, der königlich-preußische Kammermusiker und Flötenlehrer Johann Joachim Quantz. Seine Werke werden im neuen Schloss Sanssouci aufgeführt, König Friedrich höchstpersönlich spielt sie mit seinen Hofmusikern. Doch dann legen sich Schatten über die glanzvolle Idylle: Noten des Königs werden gestohlen, ein Lakai verschwindet, und immer wieder gelingt Soldaten aus der Leibgarde des Königs die Flucht. Der Verdacht fällt auf Quantz, der sich bald im Mittelpunkt einer geheimnisvollen Hofintrige sieht - und erkennen muss, dass Musik weit mehr Macht besitzt, als er bisher ahnte.








    Sie suchen etwas anderes?



    oben      Home