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InterviewName Bettina von Cossel Alter und Wohnort Geboren 1959, lebt in England Internet www.bettinas-mor.de Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie? Ich habe BWL studiert Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht? Ich habe schon immer gerne geschrieben. In der Schule war Deutsch mein Lieblingsfach. Später habe ich nebenberuflich als Journalistin gearbeitet und schließlich meinen ersten Kriminalroman geschrieben. Wie haben Sie das Schreiben gelernt? In der Schule, aber vor allem durch ständiges Lesen (dazu gehören auch Bücher über’s Schreiben). Man lernt nie aus: Schreibgruppen und Workshops sind immer eine gute Idee. Wie kamen Sie zu diesem Thema? Kriminalromane haben mich schon immer interessiert, und zwar vor allem Whodunits. Also die, bei denen der Leser miträt, wer der Mörder ist. Mein Leben bietet immer wieder kriminelle Inspiration. Ein Ermordeter unter meinem Hotelzimmerfenster. Ein blutiges Messer in der Holzwolle meines Biedermeierstuhls. Ein bewaffneter Kellner, der uns Gäste abknallen wollte ... Das Leben ist ein echter Krimi. Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig? Solange ich mir die Geschichte ausdenke - Plot, roter Faden, Nebenstränge, falsche Fährten etc. - schreibe ich mit der Hand in einen Schreibblock. Auch Recherche vor Ort mache ich mit Stift und Block. Schreibtischrecherche läuft über’s Internet und wird ausgedruckt. Sobald ich mit dem eigentlichen Schreiben beginne, schreibe ich zu Hause am PC oder auf meinem Netbook, das schon auf vielen Reisen dabei war. Wie wird die Geschichte gefunden? Ideen liegen förmlich auf der Straße, man muss nur die Zeitung aufschlagen oder ein wenig am Nachbartisch im Cafe mithören. In meinem aktuellen Manuskript spielt zum Beispiel das blutige Messer, das in meinem Biedermeierstuhl versteckt war, eine tragende Rolle. Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? Ich habe die handelnden Personen vor Augen und kenne sie genau, ehe ich mit dem Schreiben beginne. Natürlich entwickeln sie sich während der Geschichte, wie man das nach einem Mord erwarten kann. Sie reagieren traurig, ängstlich, nervös, reizbar ... und auch am Kommissar geht der Anblick des Opfers und die Suche nach dem Täter nicht spurlos vorüber. Im Grunde läuft die Geschichte wie ein Film vor meinem geistigen Auge ab und ich schreibe auf, was ich dort sehe. Üblicherweise mache ich ein Plot- und Zeitgerüst. So stelle ich sicher, dass der Plot logisch aufgebaut ist, zum Schluss alle falschen Fährten aufgelöst sind und es keine zeitlichen Unstimmigkeiten gibt. Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben? Nein. Eher froh, dass es endlich losgehen kann. Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen? Ich habe noch nie für mich selbst geschrieben, denn ich kenne meine Geschichte bereits (und den Mörder!) - meine Leser aber nicht. Es ist ein schönes Gefühl, spannende Lesestunden zu bescheren, und ich freue mich immer über Rezensionen und Rückmeldungen. Wie haben Sie einen Verlag gefunden? Ich schreibe zwei Krimireihen, eine um Superintendent Darling (Tatort England) und eine, die auf der Insel Juist spielt. Meine Juist-Krimi-Reihe wird im Wellhöfer Verlag verlegt, wo bereits viele Kurzgeschichten von mir erschienen sind. Ich kannte den Verleger also bereits, schickte ihm Leseprobe und Expose, und ein Jahr später lag der Roman auf dem Büchertisch. Das Manuskript für meinen ersten Superintendent-Darling-Krimi schickte ich an mehrere Verlage und bekam nach wenigen Wochen einen Vertrag. Doch das Ganze stand unter keinem glücklichen Stern. Der Verlag ging ein und ich musste einen neuen Verleger suchen. Diesmal versuchte ich es mit www.romansuche.de, was ebenfalls nach kürzester Zeit zu einem Verlagsvertrag führte. Auch dieser Verlag machte nach ein paar Jahren zu, so dass meine Superintendent-Darling-Romane momentan nur antiquarisch oder über BoD erhältlich sind. Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus? Wenn ich an einem Manuskript arbeite, schreibe ich jeden Tag, so viel es geht. Weil ich gerne schreibe, aber auch, weil üblicherweise ein Abgabetermin einzuhalten ist. Dazu trinke ich Kaffee mit ganz viel Milch und ganz viel Zucker. Zwischen zwei Manuskripten oder Projekten gönne ich mir eine Auszeit. Allerdings fliegen mich täglich neue Ideen und mögliche Mordplots an, so dass ich mir immer wieder Notizen mache, auf die ich später zurückgreifen kann. Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf? Leider kann ich vom Schreiben nicht leben. Ich habe in London eine kleine Interior-Design-Firma, die darauf spezialisiert ist, aus einem unordentlichen oder unorganisierten Zuhause ein Wohlfühl-Zuhause zu machen. Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter? Nein. Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein? Einen sehr hohen, weil ich wirklich gerne schreibe. Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden? Wenn ich an einem Manuskript für einen Roman schreibe, habe ich keine Schreibblockaden, denn ich kenne meinen Plot und weiß, wie es weitergeht. Allerdings gibt es Tage, an denen ich weniger schreibe als an anderen. Anders geht es mit Artikeln oder Kurzkrimis zu einem bestimmten Thema. Dazu fällt mir manchmal nichts Originelles ein. Dann fahre ich zu Ikea, probiere alle Sofas durch, sinke auf ein, zwei Kaffees im Restaurant nieder - und fahre mit einer super Idee im Kopf wieder nach Hause. Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie (Mann, vier Kinder, Hund) und Freunden. Außerdem interessiere ich mich für Interior Design und gehe gerne ins Pub, ins Restaurant und ins Kino. Wie verbringen Sie Ihren Urlaub? Meist in Deutschland, weil wir im Ausland leben. Ansonsten wechseln wir ab: Städtereisen, plattes Land, Berge, Meer, sonniger Süden und kühler Norden ... Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? Im Moment schreibe ich an meinem zweiten Juist-Krimi. Außerdem bin ich Mitherausgeberin einer Krimianthologie mit badischen Rezepten. Beide Bücher werden im Jahr 2011 erscheinen. Sehr gern würde ich meine Superintendent-Darling-Reihe fortsetzen, ein Kinderbuch schreiben sowie ein Drehbuch für einen Liebesfilm, so dass ich auf dem roten Teppich in Hollywood zur Filmpremiere gehen kann. oben      Home |
BuchvorstellungenInhalt: Jens Heilmann ist nicht der Einzige, der auf Juist gefährliche Spielchen spielt, und wer ist die Tote in seinem Keller? Während die Feriengäste ahnungslos in der Sommersonne Sandburgen bauen, zieht sich bereits die Schlinge um den Hals des nächsten Opfers zu - ausgerechnet eine Bekannte von Krimiautor Leo Marquart und seiner patenten Haushälterin. Zum Missfallen von Hauptkommissar Janssen begeben sich die beiden auf Mörderjagd
Inhalt: Ganz Juist steckt im Cluedo-Fieber. Beim bevorstehenden Festival dreht sich alles um das bekannte Mörder-Ratespiel. Könnte es deshalb sein, dass Buddel Hansen sich den Toten nur eingebildet hat, den er nachts in einem Hotel gesehen haben will? Krimiautor Leo Marquart lässt die Sache keine Ruhe. Ist es wirklich Zufall, dass die Hotelgäste eine merkwürdige Ähnlichkeit zu den sechs Verdächtigen aus dem Cluedo-Spiel haben? Und wo ist der verschwundene Tote? Plötzlich liegt eine Leiche in der Küche.
Inhalt: Eine mysteriöse Todesanzeige versetzt das kleine englische Dorf Little Mimms in helle Aufregung. Als die liebe Verwandtschaft zu Sir Rupert Alvens Beerdigung erscheint, ist der Verstorbene noch quicklebendig. Das ändert sich allerdings am selben Nachmittag - Sir Rupert liegt erschlagen in seinem Arbeitszimmer. Wenige Stunden später wird eine weitere Leiche gefunden. Superintendent Darling und Sergeant Brennan machen sich daran, die Morde aufzuklären, doch wo ist der Zusammenhang? Der reichste Mann im ganzen Umkreis und eine Putzfrau - noch nicht einmal seine.Wenn Darling den Mörder nicht bald findet, wird es noch mehr Leichen geben. Doch der Fall wird immer verzwickter.
Inhalt: Geschichten für Daheimgebliebene - Die schönsten Reisen spielen sich im Kopf ab! Daher, wenn Sie dieses Jahr nicht in den Urlaub fahren - auch nicht schlimm. Lassen Sie sich von acht Autorinnen und Autoren in alle Welt entführen und in einigen Geschichten auch davon überzeugen, was Sie ohnehin schon immer wussten: Zu Hause ist es sowieso am Schönsten. Geschichten der Urlauber - Sie kämpfen um den letzten Strandkorb, Sie trinken überteuerten Wein und ärgern sich über das Benehmen tausender unkultivierter Miturlauber und denken einmal mehr das Eine: Wie schön wärs jetzt in Mannheim. Der Mannheimer Bestseller-Autor Walter Landin und die bekannten Autorinnen Bettina von Cossel und Claudia Schmid bringen Ihnen mit ihren amüsanten und nachdenklichen Geschichten ein Stück Mannheim in den Urlaub. Seien Sie aber ebenso darauf gefasst: Auch zu Hause ist so manche Katastrophe vorprogrammiert. Sie suchen etwas anderes? oben      Home |