Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Sofie Cramer

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    Interview


    Name
    Sofie Cramer

    Alter und Wohnort
    Geboren im Jahr 1974, lebt in Hamburg

    Internet
    www.sofie-cramer.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Abgeschlossenes Magisterstudium Germanistik und politische Wissenschaften; Volontariat

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Ich stamme aus einer Familie, in der sehr viel gelesen wird. Wenn ich beispielsweise an meine Mutter denke, sehe ich sie immer mit einem Buch vor mir. Ich glaube, der Wunsch ihrer Welt nahe zu sein, hat sich in meiner Kindheit manifestiert. Ich wollte also schon immer eine Schriftstellerin sein. Doch erst im Alter von 29 Jahren habe ich die Voraussetzungen geschaffen, um tatsächlich als Romanautorin zu arbeiten. Ich habe mich von einer festen Stelle als Redakteurin freiwillig in die Freiberuflichkeit begeben, um endlich meine erste Geschichte zu Papier bringen zu können.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Meine erste Veröffentlichung habe ich einem Professor am germanistischen Institut an der Uni Hannover zu verdanken. Ihm war es wichtig, die Studenten in die Praxis zu schicken. Jeder Teilnehmer durfte damals ein Portrait über einen niedersächsischen Autor schreiben, das dann professionell redigiert und tatsächlich als Hardcover-Ausgabe im Revonnah-Verlag veröffentlicht worden ist.
    Zum anderen hatte ich das große Glück, während meines anschließenden Volontariats einen erfahrenen Schreib-Profi als Chef zu haben. Er hat mich gelehrt, wie man geschliffen schreibt und mir so manche Wortspielereien und Bandwortsätze ausgetrieben.
    Aber auch heute entwickle ich mich ständig weiter durch meine Arbeit als Drehbuchautorin und natürlich den sehr angenehmen und stets konstruktiven Austausch mit meiner sorgsamen Lektorin Ditta Kloth. Und nicht zuletzt lesen, lesen, lesen…

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Alle meine Romane haben autobiografische Züge. Das bedeutet nicht, dass ich genau das erlebt habe, was meinen Protagonisten widerfährt, wohl aber, dass sie genau die Emotionen bewältigen, die auch mich authentisch bewegt haben. Von daher ist das Schreiben für mich auch ein Stück weit Therapie. Die Kunst besteht jedoch darin, eigenes Erleben oder das meines Umfeldes so zu entfremden und mit einer Geschichte anzureichern, dass auch andere sie als lesenswert empfinden.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Auch wenn ich gern ein einsames Häuschen am Meer oder einen Glaspavillon in einem riesigen Garten besäße, erfülle ich keines der Schriftsteller-Klischees. Ein normaler Arbeitstag am Laptop beginnt nach der Zeitungslektüre und Kaffee gegen 9 Uhr in meinem Büro und endet gegen 19 Uhr - mit kleineren Pausen dazwischen.
    Am schönsten ist das Schreiben am Wochenende, ganz früh morgens, wenn ich das Gefühl habe, alles Leben um mich herum schläft noch. Am effektivsten allerdings arbeite ich, wenn der Zeitdruck am größten ist, weil ein Abgabetermin naht.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Wenn ich das Thema festgelegt habe, fällt es mir recht leicht, mir einen Plot dafür auszudenken. Dabei inspiriert mich vor allem die Frage, welche Geschichte ich selbst gerne lesen würde.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Die grobe Ausgangssituation, sozusagen der Grundkonflikt, sowie das Ende der Geschichte stehen von Anfang an. Meine Protagonisten wachsen alle an ihren Krisen, vollziehen einen Schub in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und machen sich zum Beispiel in ihrem Beruf selbstständig. Was ihnen jedoch im Kleinen widerfährt, entwickelt sich aus einer gewissen Eigendynamik heraus. Wenn ich ein Kapitel beginne, weiß ich meist selber nicht wie es endet, sondern ich schreibe einfach drauf los.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Über keinen andern Satz denke ich mehr nach als über den ersten und den letzten einer Geschichte. Ich bin ich solchen Dingen schrecklich sentimental und es ist immer ein feierlicher, bewegender, aber auch ein sehr einsamer Moment, einen Roman zu beginnen oder abzuschließen.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Diesen Wunsch habe ich nie konkret verspürt, wohl aber Menschen zu bewegen und auch, vom Schreiben selbst erdachter Geschichten leben zu können.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Durch einen Ratgeber habe ich mich informiert, wie man ein professionelles Exposé, samt Leseprobe und Anschreiben erstellt. Meinen ersten und einzigen Versuch habe ich bei Rowohlt gewagt. Ich war sehr überrascht und natürlich glücklich und dankbar, dass es auf Anhieb geklappt hat.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt Phasen, in denen ich mich zwei, drei Monate lang ausschließlich auf einen Roman konzentriere. In anderen Phasen arbeite ich im wöchentlichen Wechsel.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Mittlerweile generieren sich meine Einkünfte zur einen Hälfte aus der Arbeit als Romanautorin und zur anderen aus der als Drehbuchautorin. Diese beiden Standbeine erlauben mir, unverkrampfter zu arbeiten, als wenn ich von einem ausschließlich finanziell abhängig wäre.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Ja und das sehr gern. Ich mache das nicht des Geldes wegen, sondern weil es mir viel Freude bereitet andere von meiner Erfahrung profitieren zu lassen und sie zu unterstützen, ihrem Traum vom ersten Buch näher zu kommen. Es ist wundervoll sich mit leuchtenden Augen auszutauschen und dabei gegenseitig zu inspirieren.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Das ist schwer zu benennen. Aber diese Tätigkeit erfüllt mich und ist neben Gartenarbeit die einzige, bei der ich vollkommen abschalten und in einen Flow kommen kann.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Blockaden kenne ich nicht, wohl aber Tage, an denen es nicht rund läuft. Ich versuche dann gelassen zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass es am nächsten Tag wieder fließt.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen?
    Keine außergewöhnlichen. Das empfinde ich manchmal als Nachteil, wenn man zwischen Hobby und Beruf keinen großen Unterschied macht.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Unterschiedlich und außer Tagebuchaufzeichnungen ganz ohne Schreiben und Output.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Mein Ziel ist und bleibt, von meinen eigenen Geschichten leben zu können und die Freiheit zu haben, mich in ganz unterschiedlichen Genres und Formen ausprobieren zu dürfen. Ein großer Traum ist zudem die Verfilmung meiner Romane. Auch wenn es bis dahin ein langer und oft steiniger Weg ist, sind die ersten Schritte in diese Richtung bei „SMS für dich“ bereits getan.

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    Buchvorstellungen


  • Herz an Herz


  • Inhalt:
    Flaschenpost für dich. Eine romantische Hochzeit an der Ostsee? Für Sara eine Strafe. Frisch geschieden sitzt sie zwischen ­lauter Paaren. Glücklichen Paaren. Der einzige ­attraktive Single entpuppt sich als Nervtöter. Die albernen Hochzeitsspielchen geben ihr den Rest: Statt guter Wünsche fürs Brautpaar schreibt Sara sich ihren ganzen Frust von der Seele und schmeißt die Flaschenpost ins Meer. Mit einer Antwort rechnet sie nicht. Doch wenige Wochen später erhält Sara einen Brief. Die Worte des unbekannten Finders berühren ihr Herz. Als dem regen Briefwechsel und zahlreichen E-Mails endlich ein Kennenlernen folgen soll, zögert er. Und das aus gutem Grund.
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  • SMS für dich


  • Inhalt:
    Was ich dir noch sagen will ... Nach einem heftigen Streit verschwindet Claras Freund ohne ein Wort. Kurz darauf erfährt sie, dass Ben auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Dabei hatte er ihr erst vor wenigen Wochen einen Heiratsantrag gemacht! Clara ist am Boden zerstört. Wie soll sie allein weiterleben? Erst als sie vor Sehnsucht beginnt, Ben täglich eine SMS zu schreiben, findet sie allmählich wieder Halt. Doch was Clara nicht weiß: Bens Nummer wurde inzwischen neu vergeben. Die Nachrichten landen bei Sven, und sie berühren den jungen Journalisten so sehr, dass er sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Absenderin macht.
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  • Was ich dir noch sagen will


  • Inhalt:
    Am Ende ihrer Flitterwochen entgehen Lisa und Erik nur knapp einer Katastrophe. Das Flugzeug, in dem sie eigentlich hätten sitzen sollen, stürzt ab. Nach dem Unglück ist nichts mehr wie es war. Während Erik das Leben jetzt erst recht genießen will und ständig unterwegs ist, fühlt Lisa sich allein gelassen. Sie sucht die Nähe ihrer Familie. Ihr größter Wunsch: ein eigenes Kind. Doch Erik hat ganz andere Pläne. Er will seine Freiheit nicht verlieren und am liebsten aus dem behüteten Alltag ausbrechen. Der Streit zwischen den beiden eskaliert. Und dann schlägt das Schicksal erneut zu.
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