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InterviewName Liane Dirks Alter und Wohnort Geboren 1955; Lebt u. a. in Köln Internet www.liane-dirks.de Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie? In meinem ersten Leben war ich Berufsberaterin, danach war ich alles Mögliche und fest entschlossen, Schriftstellerin zu werden. Für diesen Wunsch gab ich alles auf, Ehe, Beruf, Geld, packte die Koffer und fuhr nach Paris, denn ich dachte, wenn es irgendwo geht, dann dort. Als das Geld verlebt war, kehrte ich zurück und wurde Schriftstellerin, aber anders als gedacht. Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht? Das Leben. Wie haben Sie das Schreiben gelernt? Jeden Tag aufs Neue hat mir die Sprache höchstpersönlich eine Lektion erteilt. Wie jeder Künstler lernt auch der Schriftsteller in der Auseinandersetzung mit der „Materie“ sein Handwerk. Alles andere ist dann Gnade (oder nicht). Wie kamen Sie zu diesem Thema? In der Regel rege ich mich über etwas auf oder ich versuche etwas zu ergründen, was eigentlich nicht zu verstehen ist, nur zu erfassen mit den Mitteln der Kunst, die das Geheimnis dann doch nicht preis gibt. Wie wird die Geschichte gefunden? Ich höre hin, das A und O, nicht konstruieren, sondern hinhören, was erzählt werden will. Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? Die Helden, ob Schufte oder meine Lieblinge, sie entstehen mit Zuneigung und Liebe und absoluter Gründlichkeit und Genauigkeit im Eingehen auf sie. Das sind alles Begegnungen. Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben? Ja, manchmal wie beim „ersten Mal“. Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen? Als ich wusste, ich kann etwas einzigartig sagen und das Gefühl hatte, das soll auch in die Welt, es wird nützen. Das tat es auch, es war mein Roman „Die liebe Angst“, das allererste Buch zum Thema Kindesmissbrauch. Es hat sehr, sehr viel bewegt. Wie haben Sie einen Verlag gefunden? Indem ich gesucht habe und dann ging alles ganz schnell. Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus? Wenn ich an einem Buch schreibe, dann kann ich mich zunehmend verlieren darin, ich habe mir die Rhythmen eher abgewöhnt. Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf? Ich lebe seit über 20 Jahren vom Schreiben, zurzeit aber auch von den Kursen, die ich gebe. Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter? Ich gebe Kurse im biographischen und kreativen Schreiben und vermittle dabei auch, wie sehr das Schreiben das Verstehen schult, die Kreativität freisetzt und einen freien und freudvollen Zugang zum Leben eröffnen kann. Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein? Sehr oft kann ich einfach nicht anders, das ist keine so freie Angelegenheit, wie man denkt, man stellt sich in den Dienst. Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden? Joggen, Kochen, Gärtnern, Meditieren Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Ich liebe meinen Garten, praktiziere Tai Ji, es gibt sehr viel, das ich gerne mache. Wie verbringen Sie Ihren Urlaub? Mittags im Süden an einem kühlen Ort sitzend mit einer Weißweinschorle und leckerem Essen vor sich, dann müde werden, dann schlafen, dann schwimmen und Freunde treffen. Oder auf dem Schiff, oder oder… Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? Noch 70.000 Bücher schreiben, dann trete ich ab. Sie suchen etwas anderes? oben      Home |
BuchvorstellungenInhalt: Eine Geschichte über Liebe, über Macht - und darüber, was man kocht, wenn die Queen zum Abendessen kommt! Liane Dirks erzählt in ihrem neuen Roman von Elisabeth II. und einem asiatischen Diktator. Vom Geschmack an der Macht und der Lust der Subversion. Und davon, dass Kochen und Geschichtenerzählen die gleiche Liebe zum Detail und der gleiche Respekt vor der Würde des Einzelnen zugrunde liegt. Die Königin kommt! Das Staatsoberhaupt des Commonwealth sagt sich an zum Staatsbesuch in Indonesien. In jenem Land der tausend Inseln, in dem ein skrupelloser Potentat sie sehnlichst erwartet, soll sie ihn doch durch diesen Besuch gewissermaßen adeln. Aber dann sagt die Queen ab. Der Präsident ist außer sich. Angst und Verzweiflung greifen im Palast um sich - und der angeblich beste Koch der Stadt fällt vor Schreck ins Koma. Als die Queen ihre Meinung erneut ändert und doch kommt, hat der Potentat ein Problem: Wer kocht nun für die Königin? Er wird am anderen Ende der Stadt fündig, dort, wo keine Paläste stehen und die Häuser eher niedrig sind. Hier gibt es einen viel besseren Koch, der allerdings etwas seltsam ist. Ein Fremder, der obendrein nur unter der Bedingung kocht, dass die Preise niedrig bleiben.
Inhalt: Neu aufgelegt: der Roman, der als Standardwerk zum Thema des sexuellen Missbrauchs gilt. Vor 20 Jahren erstmals erschienen und immer noch aktuell: Der Romanerstling von Liane Dirks wurde als literarisches Meisterwerk gelobt und für die Hilfe zur Selbsthilfe eingesetzt - bis zur Aktion "Keine Gewalt gegen Kinder" der damaligen Familienministerin Angela Merkel Nichts ist eigentlich ungewöhnlich in dieser Familie. Die Eltern und die Kinder sind nett, der Vater kocht in den feinsten Hotels. Wenn nur das ewige Tingeln nicht wäre von einem Ort zum nächsten, aufbauen, abreißen, Zelte und Betten - Köche bauen kein Haus. »Euer Vater hat wieder etwas angestellt«, sagte die Mutter zu den Kindern, wenn sie die Koffer packte, auf und fort - Hamburg, die Karibikinsel Barbados, München, Fürstenfeldbruck, Rothenburg und schließlich Bielefeld. Und wenn die Angst nicht wäre, die »liebe wütige Angst«, wie Anne, die zu Beginn der Geschichte vier und am Ende elf Jahre ist, dieses Gefühl des Unbeschützten nennt. Das Mädchen erzählt die Geschichte seiner Kindheit, erzählt von der Liebe zum Vater, der mit seinen Träumen und Märchen alles verzaubern kann, der seine Sehnsüchte aber auch mit Alkohol und Sex stillt und doch dabei nie satt wird und seine beiden Töchter sexuell missbraucht, über Jahre hin. Anne erlebt die Kälte und Wut der Mutter, die alles ahnt und nicht eingreift, sie sucht Schutz bei der älteren Schwester, erfährt, wie der Pfarrer auf Hilferufe schweigt, erleidet die Brutalität der Nachbarn, als die Bombe platzt und der Vater ins Gefängnis kommt. Und doch werden in dieser Familie auch Sterne gebastelt und Märchen erzählt, Anne tobt, spielt, lacht und tröstet die arme Mutter.
Inhalt: Nach den erfolgreichen Bänden zu »Frühling«, »Sommer« und »Herbst« beschließt das Jahreszeiten-Lesebuch zum »Winter« den Jahreskreis. In unterhaltsamer Weise bietet es Lesestoff zu Natur und Brauchtum, Festen und historischen Ereignissen der Wintermonate, nicht zu vergessen die literarischen Winter-Erzählungen von Gegenwartsautoren sowie Rezeptvorschläge des Münchner Spitzenkochs Karl Ederer. Ein anregendes Buch für winterliche Schmöker-Abende. oben      Home |