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|                                                                 | Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Richard Dübell |
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InterviewName Richard Dübell Alter und Wohnort Geboren 1962, lebt in Bayern Internet www.duebell.de Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie? Industriefachwirt. Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht? So recht eigentlich hat mich das Lesen zum Schreiben gebracht. Irgendwann ließ mich die Lektüre von Romanen und Geschichten mit dem dringenden Gefühl zurück: Das möchte ich auch können! Von da zu den ersten Gehversuchen (damals im SF-Genre) als Autor eigener Kurzgeschichten war es nicht mehr weit. Meine ersten Inspirationen kamen aus der Perry-Rhodan-Serie, aber auch von Autoren wie Ray Bradbury, Roald Dahl oder Edgar Allan Poe. Nicht genug hervorheben als Geburtshelfer meiner eigenen Laufbahn als Autor kann ich das Perry-Rhodan-Fandom, in das ich bald nach dem Verfassen erster Stories integriert war: als Autor, als Grafiker, als Lektor, als Redakteur für diverse Fan-Magazine. In dieser Zeit ist aus dem Interesse am Geschichtenerzählen eine lebenslange Leidenschaft geworden - und auch, wenn ich mich mit meinen historischen Thrillern vom SF-Genre eher entfernt habe, habe ich noch immer die allerpositivsten Erinnerungen an diese Zeit und meinen Kontakt zum Perry-Rhodan-Universum nie ganz aufgegeben. Wie haben Sie das Schreiben gelernt? Keine Ahnung. Ich hab einfach angefangen und bin dabei davon ausgegangen, was ich selbst gerne lesen würde bzw. was ich an Geschichten anderer Autoren gar nicht mochte - getreu dem Motto: So gut möchte ich es auch können; oder: So einen Schmarrn würde ich niemals schreiben ;-). Nach den Erfolgen der ersten Bücher und nachdem sich die Möglichkeit ergab, für die geplante Verfilmung des TUCHHÄNDLERs am Drehbuch mitzuarbeiten, habe ich allerdings ein Crash-Seminar im Drehbuchschreiben belegt. Und mit der Zeit lernt man natürlich von den eigenen Fehlern, von den Rückmeldungen des Lektorats und aus den Reaktionen der Leserinnen und Leser. Wie kamen Sie zu diesem Thema? Das liegt an meinem persönlichen Interesse für Geschichte - wobei mich weniger Jahreszahlen oder die Schlachtaufstellungen längst vergangener Kriege interessieren, sondern die Menschen an sich: wie haben sie gelebt? Was haben sie gedacht, gefühlt, geplant, gehofft? Wie haben sie geliebt? Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig? Ich habe eine feste Schreibzeit: täglich von 08.00 - ca. 14.00 Uhr und von 21.00 Uhr - ca. 24.00 Uhr. Nachmittags nehme ich mir Zeit für meine Familie und ab und zu sogar für mich selbst. Ich gebe auch zu, dass ich manchmal die abendliche Schreibzeit ausfallen lasse … dafür kann es wiederum vorkommen, dass ich, wenn die Muse mich sehr leidenschaftlich küsst, samstags- und sonntagsvormittags noch mal ein paar Stunden an der Tastatur verbringe. Urlaube versuche ich schreibfrei zu halten, schleppe aber in der Regel meinen Laptop sicherheitshalber mit. Ein Notizbuch und ein auch als Diktiergerät zu verwendendes Handy habe ich sowieso immer in der Tasche. Ich schreibe direkt am Laptop und überarbeite meine Manuskripte auch am PC. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal ein Manuskript ausgedruckt habe. Korrekturen mit Stift auf Papier nehme ich eigentlich nur bei den Druckfahnen vor, die mir mein Verlag zusendet. In der Schule habe ich gelernt, mit zehn Fingern zu schreiben, und durch die viele Übung bin ich mittlerweile recht schnell geworden. Ritual habe ich keines, höchstens, dass ich beim Schreiben fast immer Musik höre - Filmmusik, wobei ich Komponisten wie Hans Zimmer, Jerry Goldsmith, Basil Poledouris, Alan Silvestri und James Horner sehr schätze. Wichtig ist mir, dass die Tür zu meinem Arbeitszimmer offen bleibt, damit meine Familie kommen und gehen kann. Ich lasse mich nicht leicht aus dem Konzept bringen, wenn ich mal am Arbeiten bin, und schreibe auch völlig unbelastet in Zügen, auf Flughäfen, beim Warten auf den Bus oder in Cafés. Manchmal greife ich statt zur Tastatur allerdings zum Füller - wenn ich schwierige (= sehr wichtige) Dialoge schreibe, die sehr pointiert sein müssen. Das fällt mir zuweilen leichter, als wenn ich direkt an der Tastatur schreibe. Wie wird die Geschichte gefunden? Entweder ist da ein geschichtliches Ereignis oder Artefakt (z. B. der Codex Gigas in der TEUFELSBIBEL-Trilogie) oder eine moralisch-menschliche Fragestellung (z. B. die Frage „Wo ist mein wahrer Platz im Leben?“, wie in DIE BRAUT DES FLORENTINERS), über die ich eine Geschichte erzählen möchte. Nach einer ersten Faktenrecherche versuche ich mir darüber klarzuwerden, in welche Epoche mein Stoff am besten passen würde. Ich bin ein Feind von beliebigen Stories, die nur deshalb in eine bestimmte Epoche versetzt werden, weil diese Epoche auf dem Markt gerade „in“ ist - bei mir sind Story, Zeit, Thema und natürlich vor allem die Charaktere stets eine Einheit. Die weitere Recherche über die gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten der angepeilten Epoche ergeben dann meistens schon eine vage Storygrundlage. Die eigentliche Geschichte aber entwickelt sich dann über die Charaktere. Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? Von F. Scott Fitzgerald stammt der Ausspruch: „Handlung ist Charakter.“ Die Figuren treiben die Handlung voran, und die Handlung treibt die Figuren. In meinen Romanen entstehen die Haupt- und Nebencharaktere immer aus der Überlegung heraus, wie sie die Story am spannendsten gestalten könnten. Simples Beispiel: wenn im Lauf der Geschichte der Held die Welt nur dadurch retten kann, dass er durch einen reißenden Fluss schwimmt, würde ich einen Protagonisten gestalten, der nicht schwimmen kann oder Angst vorm Wasser hat. Konflikte erzeugen Spannung - daher sind meine Figuren so angelegt, dass sie bei Erfüllung ihrer Aufgabe auf die größtmöglichen Schwierigkeiten stoßen. Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben? Eher voller Freude - und schon voll mit vielen, vielen Seiten Geschichte, die alle so bald wie möglich geschrieben werden wollen! Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen? Ich wollte von Anfang an Geschichten schreiben, die auch gelesen werden. Für mich ist eine Geschichte erst dann vollständig, wenn sie auch gehört bzw. gelesen wird. Insofern bin ich als Autor nur die eine Hälfte des Ganzen - die andere Hälfte sind meine Leserinnen und Leser. Wie haben Sie einen Verlag gefunden? Ich habe, nachdem mir das Genre klar war, in dem ich mich bewegen wollte, recherchiert, bei welchen Verlagen dieses Genre am besten vertreten war. Dann habe ich mich ans Telefon gehängt und den jeweiligen Lektoren meine Idee angeboten und mich von Ablehnungen nicht entmutigen lassen. Heute habe ich es leichter, da meine Literaturagentur die Akquise für mich übernimmt und die Verlage an meine Agentur herantreten mit einem Angebot anstatt umgekehrt. Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf? Ich lebe vom Schreiben, habe aber aus Neigung und aus dem Gefühl heraus, dass es nicht schadet, ab und zu mal ein bisschen unter die Menschen zu kommen, einen Nebenberuf, der mit meiner eigentlichen Ausbildung als Industriefachwirt zu tun hat: ich bin Projektmanager und Personal Coach in der freien Wirtschaft. Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter? Ich leite einen Workshop, den ich „Schreibwerkstatt“ nenne und den es in Form von Intensiv-Wochenenden und Kreativurlauben gibt. Diese zielen darauf ab, den Teilnehmern das dramatische Schreiben nahezubringen und vermitteln dabei natürlich meine persönlich gefärbte Sicht der Arbeit eines Autors. Dabei arbeite ich entweder auf eigene Rechnung oder mit Urlaubsveranstaltern wie TUI zusammen, für die ich seit einiger Zeit Lesereisen und Urlaubsworkshops anbiete. Meine Schreibwerkstätten sind sehr praxisorientiert gestaltet - wir bearbeiten die Themen anhand von aktuellen Bestsellern und auch von Filmen, weil bei Filmen die Grundmechanismen des Geschichtenerzählens oft deutlicher zutage treten als in Romanen. Die Teilnehmer bekommen immer wieder Aufgaben gestellt, von der Abfassung einer Synopsis bis zum Schreiben von Dialogen. Tipps, wie man eine Lesung gestaltet, sind ebenso Teil des Angebots wie praktische Ratschläge zum Suchen eines Verlags und zur täglichen Organisation des Autorendaseins. Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein? Es ist meine Leidenschaft und meine Lieblingsbeschäftigung und glücklicherweise mittlerweile mein Beruf, so dass ein Großteil meines Tages natürlich mit dem Schreiben zu tun hat. An erster Stelle in meinem Leben kommen aber meine Familie und mein Freundeskreis. :-) Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden? Ich kenne das Gott sei Dank bisher nicht. Manchmal erlebe ich allerdings eine kurzfristige Ratlosigkeit, wenn ich zwar weiß, wohin meine Geschichte weitergeht (das weiß ich immer, weil ich meine Exposés sehr sorgfältig konstruiere), aber nicht, mit welchen Bildern ich das nächste Kapitel erzählen soll. Dagegen gibt es mehrere Ansätze: entweder gehe ich Joggen - meine sportliche Leidenschaft -, oder ich lege mich schlafen - mein Unterbewusstsein ist ein sehr zuverlässiger Ideenlieferant -, oder ich sehe mir einen meiner Lieblingsfilme an und lasse mich davon inspirieren. Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche? Ich laufe und schwimme sehr gern, spiele Tennis und liebe mehrtägige Bergwanderungen. Daneben bin ich leidenschaftlicher Amateurfotograf und Cartoonist. Seit einiger Zeit habe ich auch das Kochen als Hobby entdeckt, und nicht zuletzt ergreift mich in regelmäßigen Abständen das Fernweh, dann reise ich mit meiner Familie durch die Weltgeschichte. Wie verbringen Sie Ihren Urlaub? Da gibt es eine starke Zäsur: bevor ich Kinder hatte, war mein klassischer Urlaub mit meiner Liebsten eine Reise mit dem Zelt und auf Schusters Rappen durch unser Lieblingsland Kanada - oder ein Kulturtrip durch die italienischen Städte. Die letzten Jahre waren etwas ruhiger: mit kleinen Kindern zieht man doch eine gewisse Grundbequemlichkeit vor und die Nähe von Badestränden, Kinderspielplätzen und die Sicherheit eines Ferienhäuschens, wenn das Wetter nicht mitspielt. Aber mittlerweile sind die Jungs aus dem Gröbsten raus, und wir sind schon an der Planung für eine Rückkehr ins Urlaubsabenteuer … Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? Neben all den ständig vorhandenen Wünschen für das Wohlergehen der Menschheit und der Rückkehr (oder dem erstmaligen Auftauchen?) der globalen Vernunft wünsche ich mir für mich ganz persönlich, dass die Liebe und die Leidenschaft bleiben, dass meine Neugier nicht versiegt, dass meine Freunde meiner nicht überdrüssig werden und dass ich im Alter von Johannes Heesters immer noch da bin und erfolgreich Geschichten erzähle. ;-) oben      Home |
Buchvorstellungen - eine AuswahlInhalt: 1250: Mit dem Tod Kaiser Friedrichs II. beginnt die Zeit des großen Interregnums. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden, das Reich in Aufruhr. Im nahen Osten stirbt ein junger Mann in den Armen dreier Kreuzritter. Mit seinem letzten Atemzug berichtet er von einem Geheimnis, das der Kaiser ihm kurz vor seinem Tod anvertraute. In der Nähe von Bamberg gründen einige unerschrockene Zisterzienserinnen eine neue Zelle inmitten des Waldes. Sie haben den Schutz der Einsamkeit dringend nötig, denn eine von ihnen hat Visionen und läuft Gefahr, als Ketzerin verbrannt zu werden. Kreuzritter und Ordensschwestern treffen in der Stadt Wizinsten aufeinander. Hand in Hand bauen sie ein neues Kloster, einen prächtigen Bau, der die Gemeinschaft unter den Schutz des neuen Kaisers stellen und die Pforten der Ewigkeit öffnen soll. Richard Dübells großer Mittelalterroman um einen Klosterbau, eine mutige junge Nonne und die Liebe im Angesicht des Jüngsten Gerichts. --- oder als E-Book ---
Inhalt: Böhmen 1572. In einem halb zerstörten Kloster wird der achtjährige Andrej Zeuge eines schrecklichen Blutbads. Zehn Menschen, darunter seine Eltern, werden brutal ermordet. Andrej kann fliehen und nimmt eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Kirche mit sich: das Wissen um die Existenz des Codex Gigas - der Teufelsbibel. Ein Dokument, das drei Päpste das Leben kosten und die Macht haben soll, das Ende der Welt einzuläuten. Sieben schwarz gekleidete Mönche haben geschworen, das Geheimnis der gefährlichen Handschrift zu behüten. Wer zu viel darüber weiß, muss sterben. Denn der Codex, so heißt es, stammt aus der Feder des Teufels --- oder als E-Book ---
Inhalt: Prag, 1612: Nach dem Tod Kaiser Rudolphs II. dringen Plünderer in die Prager Burg ein und stehlen das gefährlichste Buch seiner Zeit - die Teufelsbibel. Wenig später geschehen im Namen des Satans unheimliche Dinge im Land, und düstere Legenden um eine alte Burg in den mährischen Hügeln erwachen zum Leben. Menschen begehen barbarische Verbrechen und berichten, dass sie den Teufel lachen und tanzen gesehen haben ... Gibt es einen Zusammenhang zwischen all den Grausamkeiten und dem Verschwinden der Handschrift? Cyprian Khlesl und Andrej von Langenfels riskieren ihr Leben im Kampf gegen skrupellose Fürsten und Kleriker. Für sie steht noch mehr auf dem Spiel, denn das Böse bedroht auch das, was ihnen am meisten bedeutet: das Leben ihrer Kinder. --- oder als E-Book ----
Inhalt: November 1475: Die reiche Handelsstadt Landshut steckt mitten in den Vorbereitungen für eine der größten Hochzeitsfeiern, welche die Christenheit je erlebt hat. Zur Vermählung von Georg von Wittelsbach mit Jadwiga von Polen hat sogar der Kaiser sein Kommen zugesagt. Doch offenbar sind nicht alle am Zustandekommen dieser Verbindung interessiert. Jedenfalls könnte der mysteriöse Mord an der polnischen Gräfin, die in der Baustelle der großen Kathedrale erwürgt aufgefunden wird, darauf angelegt sein, die Hochzeit doch noch zu vereiteln ... Held der Geschichte ist der Tuchhändler Peter Bernward. Als Detektiv wider Willen gerät er in den Bann einer längst vergessen geglaubten Tragödie ... Ein mitreißender historischer Roman um die Intrigen der Fürsten, die Schattenseiten der Macht und den Mut eines einzelnen Mannes.
Inhalt: Jahrzehntelang haben sie die Welt vor der Teufelsbibel behütet. Nun wendet sich die Welt gegen sie ¦ 1648: Dreißig Jahre Krieg haben Europa an den Rand des Untergangs gebracht. Die Menschen sind verroht, Tag für Tag brennen unschuldige Männer, Frauen und Kinder als Hexen auf den Scheiterhaufen. Auch das Schicksal von Agnes Khlesl und ihrer Tochter Alexandra scheint besiegelt, als sie in Würzburg in die Fänge eines Hexenjägers geraten. Doch dann bietet dieser einen Handel an: Bringen sie ihm die Teufelsbibel, wird er die Anklage fallenlassen. Alexandra muss sich entscheiden. Lässt sie zu, dass ihre Lieben den Feuertod sterben? Oder stiehlt sie die gefährliche Handschrift aus der Obhut ihrer eigenen Familie? Diese bewacht die Teufelsbibel seit vielen Jahren - denn das mächtige Buch soll aus der Feder des Teufels stammen --- oder als E-Book --- Sie suchen etwas anderes? oben      Home |