Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Bettina Hennig

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    Interview


    Name
    Bettina Hennig

    Alter und Wohnort
    Geboren 1963, lebt in Hamburg und Berlin

    Internet
    www.bettina-hennig.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Cutterassistentin, dann Studium der Film und Sprachwissenschaften sowie der Informatik. Derzeit promoviere ich zum Thema „Klatschjournalismus“.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Meine Berufspraxis als Journalistin. Irgendwann will man dann auch mal längere Text schreiben.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Indem ich es getan habe. Obwohl: Bevor ich mit der „Luise“ angefangen habe, habe ich einen Kursus an der VHS besucht, der mir sehr viel gebracht hat.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Ich schreibe an einer Doktorarbeit, in der adlige Kultur eine Rolle spielt. Mein damaliger Doktorvater, der Kölner Professor Günter Blamberger, hat mir vorgeschlagen, über Königin zu Luise von Preußen zu promovieren. Auch in Hinblick darauf, dass sich 2010 ihr Todestag zum 200. Mal jährt und die Promotion dadurch an Aktualität gewänne. Ich aber fand, dass der Stoff ihres Lebens - ihr flatterhaftes Wesen, mit dem sie den preußischen Hof aufgemischt hat, die Tragik ihrer Flucht vor Napoleon und ihre amourösen Verstrickungen - besser in einem Roman erzählt werden können.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Ich brauche absolute Ruhe. Wenn es mir nicht still genug ist, dann benutze ich sogar Ohropax. Ansonsten bin ich sehr wankelmütig: Mal schreibe ich mittags, mal nachmittags, mal nachts. Nie jedoch morgens, da ich gerne ausschlafe. Da ich zurzeit in Lohn und Brot bin, bleibt mir ohnehin nur übrig, nach der Arbeit zu schreiben. Neben meinem Mac liegt ein Buch, in dem ich mir offene Fragen notiere. Oder aufschreibe, was ich noch recherchieren muss. Oder einfach nur Ideen aufführe, die mir gerade durch den Kopf geschossen sind, die ich aber in der Passage, an der ich gerade schreibe, nicht gebrauchen kann, aber später verwenden möchte. Was noch? Immer chinesischer Jasmintee - extrastark.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Ich hatte das Glück, dass das Leben von Luise sehr gut dokumentiert ist. Gleichzeitig war es auch mein Pech. Denn ich musste aufpassen, dass ich mich nicht verzettele und mich auf eine Deutung beschränken. Die habe ich dann ausgearbeitet. Erlebnisse aus dem Alltag konnte ich nur selten verwenden, da ich einen historischen Roman geschrieben habe - zumal einen, der in der Welt des Hochadels spielt. Die Gefühle und Konflikte meiner Hauptfiguren sind nicht mit den Gefühlen und Konflikten einer bürgerlichen Welt zu vergleichen. Das bezieht sich leider auf die Fragen der Liebe. Das Pflichtbewusstsein einerseits, aber auch das Galante andererseits, das den Adel in der Liebe ausgezeichnet hat, lässt sich nicht auf das heutige Empfinden übertragen. Ich gebe zu: Ich habe in diesem Punkt ein bisschen geschummelt und Luise und dem anderen Personal manchmal Gewissensnöte angedichtet, die sie so nicht hatten und in ihrem sozialen Kontextes gar nicht haben konnten. Oder wie hätte ich es vor meinen Lesern rechtfertigen sollen, dass Luise drei (sic!) Wochen nach ihrer Hochzeit eine Affäre mit einem anderen angefangen hat? Damals gehörte es zum guten Ton, Affären zu haben und sich ein kaprizöses Image zu verleihen. Die Hochzeiten waren ja arrangiert, und sich Abenteuer und Zärtlichkeiten woanders holen, war damals kein Tabu. Aber heute? Undenkbar.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Da Luise eine historische Person ist, hatte ich es in diesem Punkt leicht. Dennoch stand auch ich vor der Frage, wie ich ihre Geschichte erzähle. Letztlich habe ich mich für eine chronologische Schilderung der Ereignisse entschieden, die mit ihrem Tod endet. Bei der Gestaltung der Charaktere habe ich Eigenarten und Gewohnheiten von Menschen eingebaut, die ich kenne. Bei Graf Medem etwa: diese Abwägen, Rumlavieren, Schwadronniern, nie zur Sache kommen und dabei doch so mittelmäßig zu sein, das habe ich bei meinem ehemaligen Chef beobachtet. Bei ihm fand ich das - um es milde Auszudrücken - außerordentlich störend, für die Gestaltung der Figur Graf Medem aber ließen sich all diese Charaktereigenschaften dankbar auswerten.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Ja. Immer. Deshalb schreib ich erst einmal irgendetwas mit dem Vorsatz hin, es später wieder zu ändern. Das mache ich dann auch. Den Anfang von „Luise - Königin aus Liebe“ habe ich bestimmt zehn, wenn nicht sogar zwanzig Mal umgeschrieben. Und ehrlich? Ich könnte es noch mal tun.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Durch meinen Beruf als Journalistin bin ich es gewohnt, für die Öffentlichkeit zu arbeiten. Aber mein Wunsch war es eigentlich nie. Ich bin von Haus aus sehr zurückhaltend und halte mich lieber im Hintergrund. Deshalb bin ich ja auch Autorin geworden und keine Schauspielerin oder Sängerin - abgesehen davon, dass mir dafür jegliches Talent fehlt.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Den hat meine Agentur gefunden.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Ja, es gibt eine Verpflichtung. Jeden Tag hinsetzen und schreiben. Es ist egal, ob nur ein Satz dabei herauskommt oder gleich mehrere Seiten. Wichtig ist die Regelmäßigkeit.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Ich kann nicht vom Schreiben als Autorin leben. Und ich frage mich, ob - wenn ich es könnte - das auch wirklich wollte. Denn ich finde, Schreiben ist doch eine sehr einsame Angelegenheit. Ich bin zwar zurückhaltend, aber doch sehr sozialer Mensch. Ich habe gerne Menschen um mich. Zehn Jahre Internat prägen halt. Und auch wenn die Erlebnisse, die man im Job so hat, nicht immer supertoll sind und manchmal auch nerven, so ist mir der Kontakt zu anderen Menschen lieber als die Isolation des Schreibens. Tagsüber Job, abends Autorenschaft - das ist für mich die richtige Mischung, auch wenn sie manchmal ziemlich aufzehrt.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Nein.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Es gehört zu meinem Alltag.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Es gibt nur zwei Gründe für eine Schreibblockade: Entweder ist man erschöpft oder man weiß nicht, wie es weitergehen soll. Im ersten Fall empfehle ich: Pause machen. Raus gehen. Frische Luft schnappen, Rad fahren oder laufen. Dabei löst sich meist die zweite Frage.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
    Als Journalistin interessiere ich mich grundsätzlich für alles. Aber Hobbys habe ich nicht.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Komisch. Ich mache nie Urlaub, also in dem Sinn, dass man an den Strand fährt und sich sonnt oder so. Ich reise aber gerne. Dann versuche ich aber mich irgendwo privat einzumieten und länger dort zu bleiben. In New York habe ich so zwei Monate verbracht, in Rio knapp drei Monate. So lernt man andere Städte und Kulturen gut kennen. Wenn auch immer unzureichend.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Ich habe noch so viele offene Projekte, dass ich einfach nur froh bin, wenn ich die zu Ende bringe. Dann sehe ich mal, welche Wünsche noch offen sind. Nur in einem Wunsch bin ich mir sehr sicher: Ich möchte ganz nach Berlin ziehen. Und das möglichst bald.

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    Buchvorstellungen


  • Luise. Königin aus Liebe


  • Inhalt:
    Berlin, 24. Dezember 1793. Als die blutjunge Prinzessin Luise den Kronprinzen Friedrich Wilhelm in einer prachtvollen Zeremonie heiratet, feiert ganz Preußen das große Ereignis. Denn es ist eine Liebesheirat und die künftige Königin von außergewöhnlicher Schönheit. Mit ihrem Liebreiz erobert sie nicht nur rasch die Herzen ihrer Untertanen, sondern nimmt auch entscheidenden Einfluss auf die bewegte Zeitgeschichte. Der junge russische Zar Alexander I. himmelt sie an. Und Napoleon zwingt sie zur Flucht aus Preußen.

  • Der frühe Vogel kann mich mal: Ein Lob der Langschläfer


  • Inhalt:
    Drehen Sie sich morgens gern noch mal im Bett um, statt jauchzend unter die Dusche zu springen? Laufen Sie erst nachmittags zur Höchstform auf? Dann gehören Sie zu den »Eulen« - den Langschläfern, die seit jeher von den frühaktiven »Lerchen« tyrannisiert werden: mit morgendlichen Sprech- und Arbeitszeiten, grausam-fröhlichen Frühstückssendungen und Prüfungen in aller Herrgottsfrüh. Es reicht! Bettina Hennig zeigt, warum Eulen die besseren und netteren, da ausgeschlafeneren Menschen sind und man so lange im Bett bleiben sollte, wie man will!

    --- oder als E-Book ---




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