Autoren-Interview


                                                                A ~ B ~ C-D ~ E ~ F ~ G ~ H ~ I-J ~ K ~ L ~ M ~ N ~ O-P ~ Q-R ~ S ~ T ~ U ~ V ~ W ~ X-Z
                                                               

Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Corinna Kastner

Rubrik


  • Romane


  • Krimi


  • Ratgeber (Gesundheit, Lebenshilfe u. a.)


  • Beruf (Coaching, Organisation u. a.)


  • Impressum

    Home


    Partnerprogramme:


    designers-heaven.de (schöne Notizbücher, Stifte + Geschenke)
    Geschenke online kaufen

    Interview


    Name
    Corinna Kastner

    Alter und Wohnort
    Geboren 1965, lebt in Hannover

    Internet
    www.kastners-welten.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Wirtschaftsassistentin für Fremdsprachen und Korrespondenz

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Weiß ich nicht. ;-) Ich hatte schon als Kind von acht, neun Jahren jede Menge Geschichten im Kopf. Mit etwa zwölf habe ich angefangen, einiges davon aufzuschreiben; diese Geschichten hatten zwar immer einen Anfang, aber selten einen Mittelteil und nie ein Ende. So weit habe ich es dann erst mit etwa 20 gebracht. Ab diesem Zeitpunkt begann ich, die Sache ernsthafter zu betreiben und Geschichten auch zu beenden. Was natürlich sehr viel befriedigender ist, weil man dann schließlich etwas „Fertiges“ in den Händen hält, auch wenn es damals noch keine Romanlänge hatte. Das kam dann noch zehn Jahre später. Alles in allem hat es schon eine sehr deutliche Entwicklung in meiner Schreibmotivation und den Schreibinhalten gegeben - und hoffentlich auch in der Qualität... ;-)

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Learning by doing. Es gibt ja jede Menge Bücher zum Thema und Kurse, aber ich muss gestehen, dass ich nie eins dieser Bücher gelesen und auch nie einen Kurs belegt habe - nicht, weil ich glaube, dass ich das nicht nötig hätte, sondern weil ich mich durch Regeln eher verunsichern lasse und mich dann bei beinah jedem Satz fragen würde, ob der denn auch den gelernten Regeln entspricht. Das hemmt das Schreiben, also „mache ich einfach“. Abgesehen davon lernt man aber natürlich auch ganz viel durch ganz viel Lesen.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Meine ersten drei Solo-Projekte sind Bücher mit Mystery-Elementen. Das hat mich schon als Jugendliche immer fasziniert - die Wirklichkeit mit dem Übersinnlichen zu verquicken, sich vorzustellen, was wäre wenn ... dies oder das möglich wäre. Ich habe gern Romane zu diesem Thema gelesen und fand immer, dass es viel zu wenige davon gab. Das mag sich zwischenzeitlich geändert haben, aber für mich war es ein großer Reiz, endlich das zu schreiben, was ich schon seit so vielen Jahren selbst verschlungen habe.
    In meinem aktuellsten Buch, „Die verborgene Kammer“, gibt es ebenfalls sehr viele Rätsel zu lösen. Meine Protagonisten müssen eine alte Familiengeschichte ausgraben, um eine Erbschaft anzutreten. Und so seltsam es klingen mag - hier hat es mich gereizt, nach drei Mystery-Romanen einmal ohne diese Elemente auszukommen und auch so eine spannende Geschichte zu erzählen.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Ich schreibe ausschließlich am PC. Die Zeiten kann ich mir nicht aussuchen, weil ich nicht hauptberuflich schreibe, sondern das nur nach Feierabend, an Wochenenden und im Urlaub tun kann. Im Urlaub habe ich auch gern mal das Notebook dabei und arbeite an Ort und Stelle, wenn das möglich ist. Für mich sind die Schauplätze meiner Romane immer das wichtigste und bestimmendste Element, da ist es natürlich besonders schön, wenn ich auch „mittendrin“ arbeiten kann. Atmosphäre schnuppern gehört unbedingt dazu, die ist mindestens ebenso wichtig wie andere Recherchen. Wenn ich das Notebook nicht direkt dabei habe, weiche ich auf ein schönes Notizbuch und einen Lieblingskugelschreiber aus.

    Wie wird die Geschichte gefunden? In allererster Linie durch Orte/Landschaften. Ich entscheide zuerst, wo eine Geschichte spielen soll. Erst dann folgt der Plot an sich. Bei der „Verborgenen Kammer“ war es beispielsweise so, dass mein Mann und ich eher zufällig (ich glaube aber nicht wirklich an Zufälle) auf der Halbinsel Fischland/Darß/Zingst an der Ostsee gelandet sind. Und ich war so verzaubert von der Landschaft und besonders vom Ostseebad Wustrow auf dem Fischland, dass ich sofort wusste, ich würde etwas schreiben, das dort angesiedelt ist.
    Es gibt zum Thema Schauplätze einen kleinen Artikel von mir, der hier erschienen ist: http://www.buechertitel.de/corinna-kastner---ort-der-handlung-faszination.html

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? Bevor ich begann zu veröffentlichen, habe ich meine Geschichten mehr aus dem Bauch heraus geschrieben. Ich wusste, wie es beginnen und enden sollte, der Weg dahin war mir weitgehend unklar. Das machte das Schreiben einerseits zu einem besonderen Erlebnis, weil es ähnlich ist wie Lesen: Man weiß nie, was als nächstes passiert. Es ist aber auch ziemlich gefährlich, weil man sich ohne vorhandenen roten Faden ziemlich leicht verheddern kann und plötzlich feststellt, dass das, was man da gerade schreibt, zwar gut ist, aber leider nicht mehr ganz zu dem passt, was auf S. 150 passierte.
    Ich habe mir also angewöhnt, zuerst ein sehr ausführliches Exposé zu entwerfen, das sehr viel mehr enthält, als nur den roten Faden – sogar auch schon einige Dialogpassagen. An dieses Exposé halte ich mich in weiten Teilen dann beim Schreiben des Romans. Aber natürlich kann es trotzdem immer mal wieder vorkommen, dass sich Protagonisten nun mal nicht so verhalten wollen, wie ich es vorgesehen hatte. Dann lasse ich sie ihren Weg gehen. Es kann sein, dass der sie dann trotzdem dorthin führt, wohin ich sie haben wollte. Es kann aber auch geschehen, dass sie ein richtiges Eigenleben entwickeln, gegen das ich mich nicht wehren kann - und auch nicht wehren will. Es ist dann gut so, wie es ist. Normalerweise ändert das nichts an der Geschichte an sich, nur der Weg verändert sich. Aber es hat sich auch tatsächlich schon mal ein anderes Ende entwickelt.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Nein. Meist habe ich mir zuvor schon diverse Varianten des ersten Satzes im Kopf überlegt, bevor ich mich an den PC setze. Ich entscheide mich dann für einen - und lege los. Das ist natürlich nichts, was in Stein gemeißelt ist. Kann genauso gut sein, dass ich den ersten Satz wieder ändere...

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    In all den Jahren bis zu meiner ersten Veröffentlichung habe ich ja immer mal wieder geschrieben (s. o.). Ein Schlüsselerlebnis zum Schreiben an sich gab es also nie, wohl aber eins, den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen bzw. zuerst erst mal den, eins meiner Manuskripte einem Agenten vorzulegen. Dieses Schlüsselerlebnis war, dass mein Mann Jörg mir immerzu in den Ohren gelegen hat, es doch jetzt endlich mal zu versuchen. ;-)

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Das hat dankenswerterweise mein Agent für mich getan.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Das Schreiben bekommt die Zeit, die mir nach meinem 8-Stunden-Job an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover noch bleibt: Abends, Wochenende, Urlaub. Der Rhythmus bestimmt sich daraus. Könnte ich meine Zeit frei einteilen, würde ich vermutlich so schreiben, wie ich jetzt meinem Brotjob nachgehe. Unregelmäßige Arbeitszeiten würden mich eher dazu verleiten, schnell mal eben noch kurz irgendwo in Bücherforen zu surfen, bei YouTube zu schnuppern oder einen Stadtbummel zu machen... ;-)

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Ich arbeite seit beinah 25 Jahren als Fremdsprachensekretärin am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Nein. Dazu wäre ich vermutlich auch nicht geeignet. Ich bin kein Freund von Regeln irgendeiner Art und würde jedem deshalb auch raten, so zu schreiben, wie es sein/ihr Bauchgefühl sagt.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Das Schreiben ist für mich eine Möglichkeit, Dinge zu erleben, die ich im „normalen Leben“ nicht erleben kann - ein Abenteuer, nicht nur für meine Protagonisten, sondern auch für mich selbst.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Natürlich gibt es immer mal wieder Momente, wo es nicht so flutscht - wo einem die passende Idee fehlt oder wo man im Exposé noch gedacht hat, so geht das - und dann stellt man fest, dass es eben doch so nicht geht. Am besten lässt man das dann mal für eine Weile ruhen. Was nicht immer klappt, weil sich das Gedankenrädchen leider trotzdem immer weiterdreht, auch wenn man gerade ganz was anderes macht.
    Ich persönlich habe den Vorteil, dass ich mit einem Schriftsteller verheiratet bin, mit dem ich mich mal beratschlagen kann. Jörg kennt so was im Zweifelsfall ja auch, und es hilft natürlich, wenn man über ein Problem diskutiert. Muss nicht heißen, dass ich alle Vorschläge annehme - aber schon allein das Drüberreden kann ja den Gedanken auslösen, nach dem man so lange gesucht hat.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen?
    Lesen natürlich. Und Fotografieren, am liebsten Naturfotografie, da ist kein Motiv vor mir sicher, und dabei ist es auch vollkommen egal, wenn ich dieselbe Steilküste in den letzten 25 Urlauben schon 10.000-mal fotografiert habe. ;-)

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Das kommt drauf an - je nachdem, ob ich gerade mit einer Recherche beschäftigt bin oder nicht. Da mir für Vor-Ort-Recherchen keine andere Zeit bleibt als der Urlaub, verbinde ich beides miteinander. Wenn ich gerade nicht mit Recherchen beschäftigt bin, dann am liebsten auf dem Fischland an der Ostsee mit viel Zeit zum Auf-die-See-gucken.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Viele weitere Ideen und viele weitere Bücher.

    oben      Home

    Buchvorstellungen


  • Die verborgene Kammer


  • Inhalt:
    In meiner Erinnerung höre ich ihn noch heute, diesen Schrei, die beiden lang gezogenen Silben, die gequält über meine Lippen drangen. Als könne meine Stimme sie wieder zum Leben erwecken. Als Viktoria überraschend die Hälfte einer Villa an der mecklenburgischen Ostseeküste erbt, ahnt sie nichts von der dunklen Geschichte des Hauses. Auch Roman, der charismatische Fremde, mit dem sie ihr Erbe teilen muss, scheint von der Neuigkeit überrumpelt. Warum hat der Verstorbene, den weder Viktoria noch Roman gekannt haben, sie so großzügig in seinem Testament bedacht? Und was hat es mit dem verschlossenen Zimmer auf sich und den Gerüchten um die seltsame alte Dame, die einst in der Villa lebte? Die Antwort liegt tief in der Vergangenheit des geheimnisvollen Anwesens begraben ...






    Sie suchen etwas anderes?



    oben      Home