Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Stefan Keller

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    Interview


    Name
    Stefan Keller

    Alter und Wohnort
    Lebt in Köln

    Internet
    www.stefankeller.net

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Ich habe Germanistik und Betriebswirtschaft in Bonn studiert.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Zum Schreiben bin ich im Grunde genommen gekommen, indem ich davor weggelaufen bin. Als ich 15 war, hat die Mutter einer Freundin (nach mehr oder weniger heimlicher Lektüre meiner Briefe an ihre Tochter) vorausgesagt: Du wirst schreiben.
    Allerdings fand ich die Aussicht, an einem Schreibtisch zu sitzen und auf ein Blatt Papier zu starren, beängstigend langweilig. Ich habe mich also lange Jahre dagegen gewehrt, „irgendwas mit Schreiben“ zu machen, im Endeffekt aber immer geschrieben: ausführliche (bis ausufernde) Hausarbeiten im Studium, Beiträge für die Programmhefte während meiner Zeit als Theaterdramaturg, später erste journalistische Texte für die Deutsche Welle. Schreiben stand also eigentlich immer im Mittelpunkt meines Lebens und das habe ich nach ein paar Jahren einfach akzeptiert. Zum Glück (buchstäblich)!

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Haben? Ich lerne es immer noch. Schreiben lernt man wie Schwimmen oder Geige spielen, indem man es tut. Lesen vertieft und ergänzt die Fähigkeiten. Bei mir kommt hinzu, dass ich sehr viel über das Schreiben lerne, wenn ich Schreiben unterrichte. Es anderen Menschen zu vermitteln, erklären zu müssen, was ich da tue, ihre Fragen und Denkanstöße aufzunehmen haben mir mehr gebracht als jedes Lehrbuch.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Das Wichtigste ist vermutlich zunächst einmal, dass ich das Genre Krimi sehr schätze. Auch als Leser. Zum Schreiben von Krimis bin ich aber ursprünglich über „Fang den Mörder“ gekommen, ein Ratekrimi-Event, bei dem Krimi-Hörspiele live aufgeführt werden und das Publikum am Ende den Mörder erraten muss.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    So gut es geht, versuche ich mich von festen Ritualen, Gewohnheiten oder Orten beim Schreiben unabhängig zu machen. Im Prinzip möchte ich in der Lage sein, immer und überall zu schreiben. Eine meiner schönsten Erfahrungen war ein Schreibrausch in einem vollen ICE.
    Manuskripte schreibe ich ausschließlich am Rechner. Entwürfe und Notizen mache ich gerne handschriftlich im Block, auf dem Whiteboard oder auf großen DINA3-Bögen. Manchmal arbeite ich auch mit Karteikarten. Allerdings gibt es dafür inzwischen auch guten Ersatz am Rechner.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Meist, indem sich verschiedene Gedanken oder Beobachtungen verknüpfen. Was genau das jeweils ist, lässt sich nicht festlegen. Das ist auch gut so. Denn dann kann alles Ausgangspunkt für eine neue Geschichte werden.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Meist sitze ich irgendwo und spinne erst einmal herum, wenn ich die Idee habe, spiele ein wenig und frage mich, was ich mit der Idee alles anstellen könnte. Dann fängt die Idee an, etwas mit mir anzustellen, Figuren tauchen auf. ihre Konflikte, Probleme und Besonderheiten. Schließlich ordne ich das alles und bringe es in eine Form, so dass ich eine Art Landkarte habe, eine Reihe von Wegmarkierungen, die ausreichen, um mich beim Schreiben durch die Geschichte zu führen.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Nein. Ich bin aufgeregt, wenn der Abgabetermin näher rückt.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Mit dem Schreiben. Ich arbeite ungern für die Schublade.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Ich habe ein erstes Manuskript an vier Verlage geschickt. Der Gmeiner Verlag hat sehr schnell reagiert, mich zum Gespräch eingeladen, dann das Manuskript abgelehnt. Allerdings mit dem Wunsch, etwas anderes von mir zu lesen. Das war dann das Expose zu „Kölner Kreuzigung“, meinem Krimi-Debüt im gleichen Verlag.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Wenn ich am Manuskript arbeite, gehört der Vormittag dem Schreiben. Wenn die Zeit es zulässt, arbeite ich den ganzen Tag am Text. Ich mag es, wenn ich mein Tagespensum früh geschafft habe.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Neben dem Schreiben unterrichte ich als Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Ja, an der Kölner Uni gebe ich seit einigen Jahren schon Schreibkurse. Früher habe ich auch für die VHS Köln und Düsseldorf gearbeitet und gelegentlich mache ich auch Seminare für Firmen oder Veranstalter im Ausland.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Es ist der Beruf und die Tätigkeit, die vermutlich am besten zu mir passt (Stichwort: langweilig ;-) ).

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Schreibblockaden kenne ich eigentlich nicht. Manchmal schreibe ich halt nicht so gut, aber dafür gibt es das Umschreiben, und mit dem Bewusstsein, den Text hinterher noch verbessern zu können, kann man vermutlich den meisten Blockaden gut vorbeugen.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
    Wie wahrscheinlich die meisten Autoren lese ich gern. Außerdem brauche ich Sport als Ausgleich zum stundenlangen Herumsitzen am Schreibtisch (Laufen & Badminton). Nebenbei fotografiere ich (sehr planlos - anders als beim Schreiben), habe Schwächen für Malerei, Musik, Essen (nicht Kochen) und Architektur. Außerdem habe ich nicht nur eine Dauerkarte für die Heimspiele des 1. FC Köln, sondern dort seit einigen Jahren sogar einen Sitz mit meinem Namen.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Nicht schreibend. Im Ausland. Im Urlaub muss ich woanders sein, fremde Eindrücke aufnehmen. Nur das Notizbuch (und die Kamera) darf als Arbeitswerkzeug mit.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Weiter schreiben können. Weiter gelesen werden.

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    Buchvorstellungen


  • Kölner Kreuzigung


  • Inhalt:
    Hoch über der Stadt, auf einem alten Schutthügel des 2. Weltkriegs, steht ein roh gezimmertes Holzkreuz. Langsam steigt die Sonne über den Türmen des Kölner Doms empor. Doch der Mann am Kreuz sieht die Sonne nicht mehr. Er ist tot. Privatdetektiv Marius Sandmann reagiert geschockt auf den Tod seines Chefs Gunther Brock. Offenbar hat der Mord mit ihrem neuen Fall zu tun, den sie kurz zuvor übernommen hatten: Die beiden Detektive sollten ein verschollenes Gemälde aus dem 15. Jahrhundert wiederfinden. Eine Kreuzigung, angeblich gemalt auf einem Stück vom Kreuz Jesu Christi.

    --- oder als E-Book ---


  • Totenkarneval: Sandmanns zweiter Fall


  • Inhalt:
    Es ist der Alptraum einer ganzen Stadt. Zum Karnevalssauftakt am 11.11. um 11 Uhr 11 sprengt sich ein Attentäter in einer überfüllten Kölner Kneipe in die Luft. Sieben Menschen sterben. Wenige Tage später präsentiert das ermittelnde BKA den türkischen Studenten Ali Öçzan als Täter. Niemand zweifelt an der Version des Attentats eines islamistischen Einzeltäters mit Verbindungen zum internationalen Terrorismus. Nur Alis Eltern beharren auf seiner Unschuld und beauftragen Privatdetektiv Marius Sandmann, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist

    --- oder als E-Book ---


  • Papa ante Palma: Mallorca für Fortgeschrittene


  • Inhalt:
    Stefan liebt die hübsche Lucia, eine temperamentvolle Spanierin. Gemeinsam träumen sie davon, in ihre Heimat auszuwandern - natürlich aufs Festland. Erst bekommt seine Frau Zwillinge und dann einen Job auf Mallorca. Spanien ist ja prima, aber ausgerechnet die deutscheste aller Inseln? Dort erwarten sie schönheitsfanatische Mallorquiner, die trotz Gluthitze Haltung bewahren, Frauen, die gleichzeitig Maria und Josef heißen, und eine dörfliche Idylle fernab vom Ballermann. Eigentlich ist Stefan glücklich, aber hält das Inselparadies wirklich, was es verspricht?

    --- oder als E-Book ---




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