Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Dr. Lena Klassen

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    Interview


    Name
    Dr. Lena Klassen

    Alter und Wohnort
    Geboren 1971, lebt in Westfalen

    Internet
    www.lenaklassen.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Studium der Literaturwissenschaft, Anglistik und Philosophie, Promotion.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Ich habe schon immer geschrieben. Sobald ich einigermaßen flüssig Sätze zu Papier bringen konnte, ging es los. Schon als Kind wollte ich Schriftstellerin werden, ich habe ich mir Geschichten ausgedacht und ganze Schulhefte damit gefüllt. Nach und nach wurden die Werke dann länger; den ersten Roman habe ich mit zwölf angefangen.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Schreiben, schreiben, schreiben. Ich habe auch immer viel gelesen, breit durch alle Genres gestreut. Obwohl ich schon früh besonders Fantasy und Schauergeschichten geliebt habe, gehörten für mich wie selbstverständlich auch Lyrik und die großen Literaten und Klassiker zu meiner Lektüre. So habe ich auf der einen Seite meinen Durst nach Geschichten genährt, aber auch entdeckt, wie Sprache Gefühle und Einsichten erzeugen kann. Das Studium hat mich natürlich auch mit vielen guten Texten in Berührung gebracht, mit exzellenter, teilweise sehr experimenteller Literatur; was ich daraus für das eigene Schreiben mitnehmen konnte, musste ich schreibenderweise selbst für mich herausfinden. Außerdem suche ich mir immer wieder neue Herausforderungen - neue Genres, Schreiben für andere Altersstufen - um neue Möglichkeiten des Ausdrucks zu entdecken, neue Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Jedes Buch hat seine eigene Geschichte. Bei Magyria z. B. hatte ich eine Idee mit Vampir, aber ich hatte noch gar nicht die Absicht, daraus einen Roman zu machen, weil ich zu der Zeit gerade an etwas anderem gearbeitet habe. Am Thema „Vampir“ kommt man ja kaum vorbei, wenn man Schauergeschichten mag, und ich hatte es schon vor fünfzehn Jahren in Gedichten und Kurzgeschichten berührt, aber diese neue Idee deutete auf etwas Größeres hin. Doch erst als eine zweite Idee dazukam, als ich wusste, dass nicht nur diese, sondern noch eine andere Welt eine Rolle spielen musste - eben „Magyria“ - fing es an zu prickeln und ich dachte: Ja, das ist es! Das will ich schreiben.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Natürlich entwickelt man mit der Zeit Gewohnheiten, die es einem erleichtern, sich auf die Arbeit einzustimmen, sie manchmal aber auch erschweren können. So notiere ich mir Ideen zwischendurch immer auf irgendwelchen Zetteln, die gerade zur Hand sind, und muss diese dann ab und zu in meinem Chaos suchen, oder ich muss irgendwelche Einkaufszettel und To-do-Listen retten, weil sich darauf lebenswichtige Notizen befinden. Die Hauptarbeit erledige ich jedoch ganz vernünftig am PC, da kann mir auch nichts abhanden kommen.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Ich habe eher den Eindruck, die Geschichte findet mich. Sie fliegt in der Luft herum, vielleicht wie ein Virus, und wenn ich sie einatme und mich infiziert habe, muss ich sie ausbrüten. Manche Geschichten überwältigen mich geradezu, ohne dass ich mich dagegen wehren kann. Wenn ich sie dann auf später vertrösten muss, weil ich gerade an etwas anderem arbeite, ist das oft ziemlich schwer, aber ich kann nicht jeder Idee nachgeben, sonst bekäme ich gar nichts zu Ende.
    Das ist die eine Seite - ein Bild für die Unerklärlichkeit von Kreativität. So viel ich auch arbeite, dieses Gefühl des Beschenktwerdens bleibt.
    Auf der anderen Seite muss man natürlich schon etwas dafür tun, dass einen die Geschichten auch finden können. Ich bin eine große Sammlerin von Ideen, seien es wirre Träume, Wortspielereien, Eindrücke, Begegnungen, seltsame Menschen, eine Figur in einem Buch, eine Abschiedsszene in einem Film, eine Liedzeile, die Atmosphäre an belebten Plätzen oder in einsamen Häusern … Selbst aus dem schlechtesten Film kann man noch etwas lernen, und wenn es nur das Gefühl ist: „So darf eine Geschichte nicht enden“ oder „Wenn die beiden an dem Punkt einen anderen Weg eingeschlagen hätten, wäre daraus etwas Besseres geworden“. Ich beobachte und nehme alles mit, was mich irgendwie anspricht. Ich habe Schubladen voll mit Notizzetteln, manchmal seitenlange Abrisse eines Plots, manchmal nur eine halbe Zeile, ein Wort, eine Grundidee. Ich sammele also ständig Ideen, Ideenschnipsel, selbst Bruchteile davon. Ein wichtiger Pool, aus dem ich immer wieder schöpfe, sind auch meine früheren Versuche, als ich noch nicht in der Lage war, die Geschichte so zu erzählen, wie sie es verdient hätte. Manchmal kommt mir eine alte Idee unerwartet wieder in den Sinn und ich denke: Nein, noch nicht, erst muss ich lernen, wie man diese Art von Atmosphäre aufbaut … oder ich denke: Ja. Jetzt ist es soweit.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Oft entwickelt sich eine Geschichte aus einer groben Idee oder auch einer Szene, die ich vor Augen habe. Ich frage mich dann, wer sind diese Figuren, wie kommen sie in diese Situation, wie geht es weiter? Wenn ich mit dem Schreiben anfange, weiß ich nicht jede Einzelheit, aber in groben Zügen schon, wer meine Personen sind und wohin ihr Weg sie führt. Ich lasse mir dabei aber immer Raum für Überraschungen. Oft sind es gerade die Nebenfiguren, die ein Eigenleben entwickeln und sich anders als gedacht verhalten.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Manchmal freue ich mich schon sehr auf ein Buch, das eine Weile warten musste. Aufgeregt bin ich aber nicht, und vor allem versuche ich, meine eigenen Erwartungen an einen wunderbaren Anfang herunterzuschrauben. Zu viel Druck würde dem Anfang nicht gut tun; ich gehe daher lieber davon aus, dass ich das erste Kapitel sowieso noch gründlich überarbeiten werde und kann daher ganz locker an die Sache herangehen.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Ein Geschichtenerzähler braucht ein Publikum. Ich glaube, das gehört einfach zusammen, so wie ein Koch nicht für sich allein kochen mag. Wenn man nicht gerade Tagebuch schreibt, ist es, denke ich, ein ganz natürlicher Wunsch, dass man sich Leser wünscht. Schreiben ist letztendlich eine Art des Mitteilens, des Mit-Teilens, und kein Selbstgespräch.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Viele Jahre lang habe ich Manuskripte an Verlage geschickt, doch das hat eigentlich selten etwas gebracht. Mein erster Verleger ist durch einen Literaturpreis auf mich aufmerksam geworden, einem anderen durfte ich aufgrund der Empfehlung einer Illustratorin eine Arbeitsprobe zuschicken. Mittlerweile werde ich von einer Agentur vertreten, worüber ich sehr froh bin. Ich stecke meine Energie lieber ins Schreiben.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Weil ich hauptberuflich schreibe, muss ich mich jeden Tag diszipliniert an den Schreibtisch setzen und arbeiten. Den ganzen Vormittag auf jeden Fall, oft auch bis in den Nachmittag oder in den Abend hinein, je nachdem, was sonst noch ansteht und wie die Abgabetermine liegen.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Schreiben ist mein einziger Beruf.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Ich habe mal für ein Literaturprojekt die Gedichteinsendungen begleitet und den Hobby-Autoren Hinweise gegeben. Einige haben mir immer wieder geschrieben, also hat es ihnen wahrscheinlich etwas gebracht. Kurse habe ich aber noch nie gegeben.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Ich habe ja eigentlich nie ein Leben ohne Schreiben gehabt, deshalb kann ich schon sagen: Es ist ein Teil meines Lebens, ein Teil von mir. Gar nicht schreiben geht nicht. Dazu macht es mich viel zu glücklich.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Weitermachen. Einfach weiterschreiben, selbst wenn man weiß, dass es nichts taugt und man es am nächsten Tag löschen wird, Hauptsache, man bleibt im Fluss. Und wenn gar nichts läuft, kann man immer noch mit Überarbeiten und Korrigieren die Zeit nutzen und in der Geschichte drin bleiben. Wenn auch das nicht klappt, muss ich mir eingestehen, dass ich vielleicht einfach erschöpft oder krank bin und eine Pause brauche. Aber wenn es mir gut geht, fällt mir eigentlich immer etwas ein.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
    Zum Ausgleich für das viele Sitzen brauche ich natürlich Bewegung. Außerdem habe ich einen großen Garten und einen Haufen quirliger Katzen. Ich probiere gerne neue Rezepte aus, liebe Mittelaltermärkte und gehe gern ins Kino.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Mal hier und mal dort, gerne am Meer. Die Ostsee hat es mir angetan - keine tropischen Temperaturen und schöne Strände.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Am besten klingen natürlich die ganz großen Wünsche, der Weltfrieden und so. Aber eigentlich bin ich schon zufrieden, wenn es meiner Familie gut geht. Für mein Schreiben wünsche ich mir, immer besser zu werden und noch viele schöne Ideen zu verwirklichen.

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    Buchvorstellungen - eine Auswahl


  • Magyria Das Herz des Schattens


  • Inhalt:
    Die junge Deutsche Hanna gerät in Budapest in den Streit zwischen den Vampiren Mattim - der versucht, das Gute in sich zu bewahren - und Kunun, der sich ganz der Finsternis ergeben hat. Um nicht von der Dunkelheit überwältigt zu werden, benötigt Mattim einen starken Halt auf der lichten Seite, den nur Hanna ihm geben kann. Jetzt muss die junge Frau sich fragen, ob sie für ihre Liebe zu Mattim bereit ist, alles aufzugeben - sogar ihre Menschlichkeit.

    --- oder als E-Book ---

  • Magyria 2 - Die Seele des Schattens


  • Inhalt:
    Nur ihre Liebe kann ihn retten. Mattim ist ein Vampir, der aus der geheimnisvollen Welt Magyria nach Budapest gekommen ist. Doch durch die Liebe der jungen Deutschen Hanna ist es ihm gelungen, das Gute in sich zu bewahren. Nun hofft er, mit Hannas Hilfe den König von Magyria – seinen Vater – davon zu überzeugen, dass Menschen und Vampire gemeinsam in Frieden leben können. Doch der König ist verblendet, weil er all seine Söhne an die Finsternis verloren hat. Lieber will er Mattim hinrichten lassen, als erneut vergebliche Hoffnung auf Rettung zu hegen. Hat Hanna ihren geliebten Mattim etwa nur vor der Dunkelheit bewahrt, um ihn nun durch die Kämpfer des Lichts zu verlieren? Da steht plötzlich Mattims finsterer Bruder Kunun mit einer Armee von Vampiren vor den Toren der Stadt, und Hanna könnte ihm ohne es zu wollen den Weg hinter die Mauern ermöglicht haben. Plötzlich kämpft die junge Frau nicht mehr nur um das Leben ihrer großen Liebe – jetzt steht das Überleben des Guten in Magyria auf dem Spiel!

    --- oder als E-Book ---

  • Der Thron des Riesenkaisers: Sehnsucht nach Rinland, Band 3


  • Inhalt:
    Der gefürchtete Riese Zukata hat sein Ziel erreicht und herrscht nun über das Kaiserreich. Doch seine Räuber und Kaisergänger missbrauchen die Macht, die er ihnen verliehen hat. Besonders das Ziehende Volk hat unter der Willkür der Tyrannen zu leiden. Wutentbrannt macht Sorayn sich auf, um den Kaiser zur Rechenschaft zu ziehen. Trotz seiner ungeheuren Stärke ist der junge Mann jedoch nicht so unbesiegbar, wie er dachte: Seine Gegner haben seine Schwachstelle gefunden, sein Herz ... In der Zwischenzeit entdeckt Blitz in den unterirdischen Gewölben eines Klosters eine geheimnisvolle Schriftrolle aus Rinland. Kann er mit Hilfe der uralten Briefe herausfinden, wieso das Meer über die Ufer tritt und wie man der Flut entgeht? Bald müssen die Helden sich entscheiden, ob der Kampf gegen Zukata wirklich das Wichtigste in ihrem Leben ist. Fesselnd bis zur letzten Seite - Der Thron des Riesenkaisers ist der packende Abschluss der Trilogie Sehnsucht nach Rinland.












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