Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Susanne Kliem

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    Interview


    Name
    Susanne Kliem

    Alter und Wohnort
    Geboren 1965, lebt in Berlin

    Internet
    www.susannekliem.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Insgesamt habe ich sechs verschiedene Berufe erlernt, darunter Theaterregisseurin, Autorin für Synchron-Drehbücher, Buchhändlerin, und Journalistin.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Ein Motivations-Coach. Er wollte mich als Ghostwriterin für einen Ratgeber über seine Coaching-Methode gewinnen und hat mich so stark zum Schreiben motiviert, dass ich stattdessen mit meinem ersten Roman begonnen habe.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Zunächst habe ich einfach drauf los geschrieben und alle Anfängerfehler gemacht, die nur möglich sind! Mein Debut habe ich sieben Mal fast neu geschrieben, bis es reif zur Veröffentlichung war. Unterstützung bekam ich von meinem Netzwerk, den „Mörderischen Schwestern“. Sehr hilfreich war auch die Teilnahme am Online-Schreibkurs „Krimis schreiben“ bei akademie.de, geleitet von der Lektorin Lisa Kuppler und dem Autor Carlo Feber.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Auf die Idee, einen Krimi über Weihnachtsbäume zu schreiben, kam ich durch einen realen Kriminalfall: Kurz vor Weihnachten 2008, in Issum am Niederrhein, schlugen Unbekannte über Nacht bei ca. 7000 Tannen die Spitzen ab. Das hat mich fasziniert. Bei der Recherche stellte sich heraus, dass die Branche noch viel mehr an Krimistoff zu bieten hat. Nun trifft im Roman die georgische ‚Tannenbaummafia’ auf die deutsche Vorweihnachtsidylle - eine garantiert tödliche Mischung.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Ich fahre jeden Tag in die Staatsbibliothek am Potsdamerplatz und sitze dort unter hunderten von fleißigen Studenten. Die konzentrierte Atmosphäre inspiriert mich und nichts lenkt mich ab: kein Telefon, kein Internet, kein Haushalt. Maschine schreiben habe ich nie gelernt, deshalb tippe ich alles mit einem einzigen Finger in mein Notebook.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Bisher war bei mir zuerst die Idee für ein Setting da. Im Debut ging es um die Theaterwelt, und da ich lange am Theater gearbeitet hatte, kamen mir auch sofort viele Ideen zu den Figuren, die mitspielen sollten. Für den Weihnachtsbaum-Krimi musste ich sehr viel Fachliches recherchieren und dabei sind Figuren und Plot nach und nach entstanden, ähnlich wie ein Puzzle.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Nein. Die ersten drei Sätze sind immens wichtig, und ich weiß zu Beginn schon, die werde ich noch viele Male ändern und verbessern müssen, bis sie perfekt sind. Der erste Schreibdurchgang macht mir sehr viel Spaß, aber ich bin mir bewusst, dass später alles noch stark überarbeitet werden wird.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Von Anfang an. Mein Ziel war es, das Schreiben zu meinem Hauptberuf zu machen.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Zunächst war ich bei einer Literaturagentur unter Vertrag, die das Manuskript aber bei den Publikumsverlagen nicht unterbringen konnte. Anschließend habe ich es nochmals überarbeitet und es selbst bei den auf Krimi spezialisierten Verlagen eingeschickt. Es gab zwei interessierte Verlage, und ich habe mich dann für Leporello entschieden.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Ich schreibe jeden Tag von 9:00 bis ca. 14:00 Uhr. Einmal im Jahr gehe ich für zehn Tage in „Klausur“, meist, um einen neuen Plot zu entwerfen.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Auf beide Fragen ein ‚Nein’. Ich arbeite daran, irgendwann vom Schreiben leben zu können. Bis dahin muss mein Mann mich ‚durchfüttern’ ;-)

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Nein.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Es ist mein Traumberuf.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Stur weiter schreiben und die uninspirierten oder langweiligen Szenen später überarbeiten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Blockaden am schnellsten lösen, wenn man sie ignoriert. Wichtig finde ich es auch, sich selbst zu belohnen, wenn man wieder eine Etappe geschafft hat. Bei mir ist dann ein Tag im Wellnessbad fällig.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
    Nach wie vor interessiert mich zeitgenössisches Theater. Mein Hobby ist das Segeln auf der Ostsee.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Meist auf einem Segelboot zwischen kleinen dänischen Inseln, aber ich gehe auch sehr gern wandern. Hauptsache raus aus der Großstadt.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Mein wichtigster Wunsch ist, mit dem Schreiben mehr Geld zu verdienen, so dass ich diesen wunderbaren Beruf auch dauerhaft ausüben kann. Ich arbeite gerade an einen Psychothriller und wünsche mir, dass er ein Bestseller wird!


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    Buchvorstellungen


  • Die kalte Zeit: Tatort Niederrhein


  • Inhalt:
    Rätselhafte Verbrechen reißen das friedliche Nest Herkenbroich bei Neuss aus dem Winterschlaf. Wer hat die Spitzen von tausenden Weihnachtsbäumen abgeschlagen und Tannenbaumproduzent Konrad Verhoeven an den Rand des Ruins getrieben? Kurz darauf stirbt Verhoeven qualvoll bei einem Brand. Ein schwieriger Fall für die Mordkommission: Stecken Konkurrenten dahinter? Oder jemand aus Verhoevens Familie? Welches Spiel treibt seine Tochter Gesa, die eigene Pläne verfolgt, um den Betrieb zu retten? Da stoßen die Kommissare auf ein Geheimnis aus der Vergangenheit - eine Spur, die nach Osteuropa führt, in die Heimat der Tannensamen.

    --- oder aös E-Book ---

  • Theaterblut: Tatort Düsseldorf


  • Inhalt:
    Blut, überall Blut. Im Düsseldorfer Schauspielhaus wird Margaret Lindner, Star des Ensembles, ermordet aufgefunden. Einen Tatort wie diesen hat selbst Tom Zagrosek, erfahrener Kriminalhauptkommissar im KK11, noch nicht gesehen. Doch die Leiche weist keine Schnitt- oder Stichwunden auf … Mit seiner neuen Kollegin, der jungen, ehrgeizigen, sehr hanseatischen Wiebke Blessing, beginnt Zagrosek im Theatermillieu zu ermitteln. Schon bald schwant ihnen: Das städtische Kulturleben ist nicht so harmonisch, wie es scheint. Hinter der Fassade von Provinz-Glamour und Kulturbeflissenheit verbergen sich Interessen, Intrigen und verzweifelte (Lebens-)Lügen.

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