Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Mila Lippke

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    Interview


    Name
    Mila Lippke

    Alter und Wohnort
    Geboren 1972, lebt in Köln

    Internet
    www.mila-lippke.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Theater-, Film- & Fernsehwissenschaften, Germanistik.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der das Geschichtenerzählen zum Alltag gehörte. Und von klein auf umgaben mich wundersame Gegenständen vom Flohmarkt, die meine Fantasie heftig anregten: Alte Schneiderpuppen, gläserne Briefbeschwerer, ausgestopfte Tiere...

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Ich habe ständig geschrieben: Gedichte, Romananfänge, Tagebuch usw. Nach dem Studium begann ich als Storylinerin bei einer Fernsehserie zu arbeiten und lernte dort das dramaturgische Handwerk.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Einige Zeit nach dem Tod meiner erstgeborenen Tochter hatte ich das Bedürfnis, die Trauer literarisch stärker zu verarbeiten. Deshalb begann ich mit dem Roman „Irgendwie mein Leben“. Darin will die Protagonistin Mara eigentlich nur den Schmerz verdrängen, den der Tod ihrer Tochter in ihr heraufbeschwört. Aber sie kann nur dann wieder Mut und Freude zurückerhalten, wenn sie lernt, auch die schmerzhaften Erinnerungen in ihr Leben zu integrieren. Mit „Morgen bist du noch da“ entwickele ich das Thema weiter, bringe es auf eine Art Meta-Ebene. Dort geht es um ein erlittenes Trauma der Mutter, das nicht verarbeitet und auf die Tochter übertragen wurde. Die Heldin Lio muss erst die Vergangenheit kennen lernen, um sich selber besser zu verstehen.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Erste Ideen notiere ich mir immer mit der Hand. Dafür habe ich ausgesuchte, schöne Notizhefte, die überall in der Wohnung platziert sind. Bin ich unterwegs, muss auch schon mal ein Fahrschein herhalten, damit ich einen Gedanken notieren kann. Zum Schreiben sitze ich an meinem Notebook und brauche möglichst viel Ruhe um mich herum, was mit zwei kleinen Kindern nicht immer einfach ist. Und dann trinke ich literweise grünen Tee.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Die erste Idee zu der Geschichte ist plötzlich da. Bäng! Ich weiß dann, das ist es, da will ich dranbleiben. Den Ausschlag für den Roman, an dem ich gerade schreibe, gab mir ein Satz meiner Tochter. Ich denke an diesen Grob-Ideen lange herum, verwerfe oder verfeinere sie, bis sie sich allmählich zur eigentlichen Geschichte entwickeln.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Ich weiß immer, an welchem Entwicklungspunkt meiner Helden ich in die Geschichte einsteigen will und womit ich aufhöre. Das „Dazwischen“ kommt erst nach und nach hinzu. Und natürlich bedeutet die Zeitspanne, in der ich mich mit der Geschichte beschäftige, auch eine ständige Veränderung und Entwicklung.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Der Anfang fällt mir immer leicht. Nervös werde ich erst, wenn ich schon einiges stehen habe und allmählich begreife, wie viel Arbeit ich noch investieren muss. Und vor Veröffentlichungen bin ich immer sehr aufgeregt. Auch jetzt wieder vor dem sechsten Buch!

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Den Traum davon, ein eigenes Buch in den Händen zu halten, hatte ich bereits mit zwölf, als ich in der Stadtbücherei auf einen Roman stieß, der von einem Mädchen in meinem damaligen Alter geschrieben worden war.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Als mir die Idee zu meinem ersten historischen Kriminalroman „Mehr zu fürchten als den Tod“ kam, habe ich einfach einen regionalen Verlag angerufen und gefragt, ob sie Interesse an dem Thema hätten. Hatten sie. Und wenn man bereits was veröffentlicht hat, ist natürlich jede weitere Veröffentlichung wesentlich leichter.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Ich versuche mir immer längere Zeiten zu schaffen, in denen ich tagsüber ausschließlich an meinem jeweiligen Buch schreiben kann. Am Liebsten von morgens bis nachmittags.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Ich kann leider noch nicht vom Romanschreiben leben. Ich arbeite auch als Autorin fürs Fernsehen und verdiene mir so das nötige Geld dazu.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Als Mitglied der Mörderischen Schwestern habe ich bereits öfter einmal meine Kenntnisse als Mentorin weitergegeben.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Schreiben ist wahnsinnig wichtig für mich. Komme ich aus beruflichen Gründen länger nicht dazu, konzentriert an meinem Schreibtisch zu sitzen, werde ich ganz kribbelig und unzufrieden. Das Schreiben komplementiert mich.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Das gibt’s in dem Sinne eigentlich nicht, dass mir nichts einfällt. Ich habe eher immer zu viele Ideen als zu wenig. Aber wenn ich an einem Punkt in der Geschichte nicht weiterkomme, dann ist das immer ein deutlicher Hinweis darauf, dass etwas noch nicht stimmig ist. Dann muss ich noch mal an den Plot oder an die Figuren ran.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
    Lesen. Etwas mit den eigenen Händen herstellen. Auf Flohmärkte gehen. Ansonsten bin ich sehr am politischen Weltgeschehen und an historischen Zusammenhängen interessiert.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Am Liebsten in Ligurien, gerne auch mit dem Notebook.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Ich möchte die Zeit finden, all meine Ideen zu Büchern werden zu lassen. Ein besonderer Wunsch von mir wäre ein ganzes Jahr ohne den Stress, unbedingt Geld verdienen zu müssen. Mich ein Jahr lang jeden Morgen von meinen persönlichen Wünschen treiben lassen zu können, das wäre wundervoll!

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    Buchvorstellungen - eine Auswahl


  • Morgen bist du noch da


  • Inhalt:
    Als Lio und ihre Mutter sich nach einer längeren Funkstille in Berlin wiedersehen, bricht die Tochter das größte Tabu. Sie fragt, wer ihr Vater ist. Die Mutter antwortet nicht und geht zurück ins Hotel, wo sie nachts einen Schlaganfall erleidet. Lio erkennt: Sie muss wissen, wer ihre Mutter wirklich ist. Die Suche nach ihrer Familiengeschichte beginnt und führt sie über Köln zurück nach Berlin. Und als sie Antworten findet, ist nichts mehr, wie es einmal war.



  • Irgendwie mein Leben


  • Inhalt:
    Mara ist überglücklich: Sie ist im neunten Monat schwanger und kann es kaum erwarten, dass ihre Tochter Finja endlich auf die Welt kommt. Wie im Rausch erlebt Mara diese Zeit der freudigen Erwartung. Zusammen mit ihrem Mann Klaus unternimmt sie eine letzte romantische Reise nach Paris. Doch nach ihrer Rückkehr erhält Mara bei einer Routineuntersuchung eine Nachricht, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird.

    --- oder als E-Book ---



  • Die Kinderdiebin


  • Inhalt:
    Cecilie, Gehilfin im Leichenkeller der Berliner Charité, erfährt von einem beunruhigenden Todesfall: Eine junge Frau wurde offenbar kurz nach der Entbindung ermordet, vom Neugeborenen fehlt jede Spur. Zur gleichen Zeit hat Cecilie private Sorgen: Das Dienstmädchen der Familie, Elsa, bekommt ein Kind von Cecilies Vater und stirbt beinahe bei der Geburt. Während sie mit dem Tode ringt, wird der Säugling aus der Charité entführt. Cecilie macht sich auf die Suche nach ihrem Halbbruder und stößt auf einen schrecklichen Zusammenhang zwischen den beiden verschwundenen Kindern.








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