Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Wiebke Lorenz

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    Interview


    Name
    Wiebke Lorenz (Anne Hertz)

    Alter und Wohnort
    Geboren im Jahr 1972, wohnhaft in Hamburg

    Internet
    www.wiebke-lorenz.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Magister Artium in Anglistik, Germanistik, Medienwissenschaft; Aufbaustudium „Drehbuch“ an der Internationalen Filmschule Köln; Verlagsvolontariat (Zeitschriften)

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Mit dreizehn Jahren habe ich mal während eines Spanienurlaubs einen kleinen Roman in ein Schreibheft gekritzelt, der hieß „Sarah im Land von Paxika“. Aber damals wollte ich noch Musik studieren. Erst, als ich mit 17 durch Zufall freie Mitarbeiterin einer Tageszeitung wurde und dort Konzertkritiken schrieb, entdeckte ich die Liebe zum Schreiben und mir war schnell klar: DAS will ich machen! Zuerst dachte ich dabei nur an Journalismus, aber im Studium hatte ich dann die Idee zu meinem ersten Roman „Männer bevorzugt“ und das riesige Glück, dass der Rowohlt Verlag ihn veröffentlicht hat. Ein paar Jahre lang habe ich dann parallel als Journalistin, Roman- und Drehbuchautorin gearbeitet, bis ich mich Ende 2000 ganz ins freiberufliche Leben gestürzt habe.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Zum einen natürlich dadurch, dass ich schon immer sehr viel gelesen habe (das würde ich auch jedem empfehlen, der schreiben möchte). Dann durch mein Volontariat und die praktische Arbeit als Journalistin. Ganz wichtig war auch das Jahr an der Internationalen Filmschule in Köln, da habe ich wahnsinnig viel über Dramaturgie gelernt.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Bei „Allerliebste Schwester“ kann ich es so genau gar nicht sagen, plötzlich war die Geschichte einfach da und wollte „raus“. Generell interessiere ich mich für innere Prozesse, meine Geschichten sind alle mehr „character-driven“ als „plot-driven“. Menschliche Abgründe finde ich spannend, das, was sich hinter der Fassade verbirgt.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Ich schreibe immer zu Hause am Computer, ganz selten gehe ich mit meinem Notebook in ein Café. Meistens fange ich zwischen neun und zehn Uhr morgens an, nach dem Mittagessen dann noch einmal zwei bis drei Stunden, danach wird Bürokram erledigt oder sich auch mal mit Freundinnen getroffen, ins Kino oder zum Shopping gegangen. Manchmal lege ich dann noch eine Spätschicht ein, die bis ein, zwei Uhr nachts gehen kann. Generell plotte ich erst einmal den gesamten Roman durch und schreibe die Handlung in einem Exposé auf, bevor ich richtig anfange. Diese Struktur brauche ich, sonst verheddere ich mich. Außerdem habe ich zu jedem Roman immer ein kleines Notizbuch, das ich dann stets bei mir trage, falls ich eine Idee habe, die dann sofort aufgeschrieben wird. Außerdem lese ich sehr viel psychologische Fachliteratur, die mir hilft, meine Figuren zu entwickeln.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Hier kann ich ein konkretes Beispiel geben: Den Anstoß zu meinem Roman „Was? Wäre? Wenn?“ bekam ich durch eine etwas zu heftig gefeierte Partynacht, nach der ich am nächsten Morgen dachte: „Oha, hoffentlich warst Du nicht peinlich. Was, wenn man so etwas rückgängig machen könnte …“ Aber oft ist es einfach so, dass die Idee plötzlich im Kopf ist und ich keine Ahnung habe, wo sie hergekommen ist.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Meistens beginnt es mit einer Figur, die mir eingefallen ist. Ich denke dann viel über diesen Charakter nach und beginne, um ihn eine Geschichte zu entwickeln. Es ist nicht leicht, das zu erklären, schon gar nicht in aller Kürze. Von daher mache ich es mir jetzt mal leicht: Wer sich dafür interessiert, wie man so etwas macht, dem empfehle ich das Buch „Die Kunst des Drehbuchlesens“ von Oliver Schütte.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Nein, überhaupt nicht. Aufgeregt bin ich erst, wenn das Buch auf den Markt kommt und die ersten Kritiken von Journalisten und Lesern eintrudeln.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Nun, nachdem ich meinen ersten Roman geschrieben hatte, wollte ich natürlich auch, dass er veröffentlicht wird. That’s it.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Ich habe mit meinem ersten Manuskript 23 Verlage angeschrieben – und 23 Absagen erhalten. Letztlich habe ich dann per Zufall eine Lektorin vom Rowohlt Verlag kennen gelernt, die „Männer bevorzugt“ gelesen hat und das Buch veröffentlichten wollte.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Wie gesagt, ich fange in der Regel morgens zwischen neun und zehn Uhr an. Aber es gibt auch Tage, an denen ich überhaupt nicht schreibe – und dann wieder welche, an denen ich kaum vom Computer wegkomme. Nachdem ich ja freiberuflich arbeite, teile ich mir das einfach so ein, wie es mir am besten passt.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Ja, ich lebe davon, schreibe aber noch für verschiedene Medien. Zusammen mit Christian Clerici habe ich beispielsweise eine monatliche Kolumne auf der letzten Seite der Zeitschrift „Cosmopolitan“. Und zusammen mit meiner Schwester Frauke Scheunemann schreibe ich ja noch als „Anne Hertz“ heitere Unterhaltungsromane.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Ich habe einmal einen VHS-Kurs gegeben. Aber sonst eher nicht.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Na ja, einen sehr hohen, das ist schließlich mein Beruf.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Einfach weiterschreiben und den inneren Kritiker ausschalten, der blockiert einen nur. Überarbeiten kann man dann später noch. Außerdem spreche ich viel mit meiner Schwester, mit Kollegen oder mit der Dramaturgin, mit der ich immer zusammenarbeite – bei diesen Gesprächen gelingt es oft, Probleme zu lösen und wieder in den Fluss zu kommen.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen?
    Ja, natürlich! Zuerst einmal ist Musik für mich nach wie vor sehr wichtig, ich gehe gern auf Konzerte oder singe manchmal auch selbst. Im Winter geht’s, wenn es zeitlich möglich ist, zum Skifahren, im Sommer ans Meer zum Windsurfen. Außerdem verbringe ich viel Zeit mit meinen Nichten und Neffen, neulich waren wir zusammen im „Heidepark Soltau“ und das hat echt viel Spaß gemacht. Überhaupt: Ich bin ein ziemlicher Achterbahn-Fan und liebe Alles, was mit Geschwindigkeit zu tun hat. Außer Motorradfahren, davor habe ich Angst.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Meine absoluten Lieblingsländer sind Irland und Italien. Ich bin sehr gern in Dublin, diese Stadt liebe ich wirklich und natürlich haben es mir die Abende im Pub angetan, wenn dort Live-Musik gespielt wird. Die Landschaft der Grünen Insel ist ein Traum, am liebsten miete ich mir ein Auto, gurke durch die Gegend und halte überall an, wo es spannend oder schön ist. Überhaupt mag ich eher aktiven Urlaub wie Städtereisen. Strand kann auch mal sein, aber dann muss man da Windsurfen können und es sollte ein kleines Städtchen in der Nähe sein, wo man abends in ein nettes Restaurant gehen kann.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Sehr gern hätte ich irgendwann ein Ferienhaus in Südirland oder in Italien an der Amalfi-Küste. Wenn mir das miese Hamburger Wetter dann mal wieder aufs Gemüt schlägt, packe ich meine Sachen und schreibe einfach dort! Das Haus sollte groß genug sein, dass Freunde und Familie dort auch Platz finden, eine Art kreative „Villa Kunterbunt“, ein offenes Haus für mich und meine Lieben.

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    Buchvorstellungen - eine Auswahl


  • Allerliebste Schwester


  • Inhalt:
    Ein atmosphärisch dichter Roman über die Rivalität zweier Schwestern und den Kampf einer Frau um die eigene Identität
    Drei Jahre ist es her, dass Eva ihre Zwillingsschwester verlor, unter Umständen, die nie ganz aufgeklärt worden sind. Danach nahm Evas Leben eine von vielen als ungeheuerlich empfundene Wendung: Sie heiratete den Witwer, den Ehemann der verstorbenen Marlene. Allmählich haben sich die Menschen in ihrer Umgebung an dieses Arrangement gewöhnt. Doch ihr selbst kommt es wie ein Frevel vor, und als sie eine Totgeburt erleidet, empfindet sie diese als Strafe dafür.
    Während ihr Mann diese Tragödie als bloßes Malheur behandelt, wird Eva davon aus der Bahn geworfen. Sie flüchtet sich in Erinnerungen an die vermeintlich glückliche Kindheit mit ihrer Zwillingsschwester. Immer öfter erscheint ihr Marlene in verstörend realen Tagträumen und sagt ihr, was sie zu tun oder zu lassen habe. Eva droht allen Halt zu verlieren, bis eines Tages in der Buchhandlung, wo sie als Aushilfe arbeitet, ein Mann auftaucht, der ihre Schwester gekannt hat. Auf sonderbare Weise fühlt sie sich zu diesem Unbekannten hingezogen und glaubt, dass er ihr helfen kann, das Rätsel um Marlenes Tod zu lösen.
    --- oder als E-Book ---

  • Was? Wäre? Wenn?


  • Inhalt:
    Was wäre, wenn … man sein Leben von vorn beginnen und manche Dinge einfach ungeschehen machen könnte? Charly würde dazu jede Menge einfallen: das geschmissene Studium, zahllose Affären und wilde Partynächte. Bei einer geheimnisvollen »Personalberatung« bekommt sie ein unglaubliches Angebot: Sie kann alle mißlungenen und peinlichen Ereignisse aus ihrem Leben löschen, als wären sie nie passiert … Ein ironischer und temporeicher Roman über die Kunst, im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen.

  • Er sagt & Sie sagt: Erkenntnisse über Männer, Frauen und das Leben an sich [


  • Inhalt:
    Dürfen Männer Vollbärte tragen? Wie heiß ist Outdoor-Sex wirklich? Und wie beendet man auf charmante Weise eine Beziehung? Wiebke Lorenz und Christian Clerici sind um keine Antwort verlegen, wenn es um elementare Geschlechterfragen geht. Per E-Mail liefern sie sich einen ebenso amüsanten wie fetzigen Schlagabtausch - selten sind sie sich einig. Mit zuckersüßen Gemeinheiten, sarkastischen Provokationen und dann wieder überraschend versöhnlichen Tönen bringen sie auf den Punkt, was Männer über Frauen und Frauen über Männer wirklich denken.





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