|                                                                 | A ~ B ~ C-D ~ E ~ F ~ G ~ H ~ I-J ~ K ~ L ~ M ~ N ~ O-P ~ Q-R ~ S ~ T ~ U ~ V ~ W ~ X-Z |
|                                                                 | Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Heidi Rehn |
RubrikImpressum Home
Partnerprogramme:
designers-heaven.de (schöne Notizbücher, Stifte + Geschenke) |
InterviewName Heidi Rehn Alter und Wohnort Geboren 1966, lebt in München Internet www.http://www.droemer-knaur.de/autoren/Heidi+Rehn.2497620.html Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie? Studium der Germanistk, Geschichte, Kommunikationswissenschaften und BWL, dann einige Jahre PR-Beraterin in einer Agentur, anschließend freie Journalistin. Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht? Der Zufall. Als Journalistin habe ich viele Autoren porträtiert und interviewt, Rezensionen über unzählige Bücher geschrieben, bis ich eines Tages einfach mal ausprobieren wollte, ob ich es selbst schaffe, einen Roman zu schreiben. Damit gelang mir gleich der Volltreffer: ein Verlagsvertrag mit Rowohlt! Inzwischen schreibe ich am neunten Roman, sieben sind bereits erschienen, der achte befindet sich gerade im Schlusslektorat. Wie haben Sie das Schreiben gelernt? Durch lesen, schreiben, lesen, schreiben, lesen, schreiben…. Wie kamen Sie zu diesem Thema? Geschichte zieht mich seit frühester Kindheit in Bann, schließlich bin ich im Rheintal nahe der Loreley vor sehr geschichtsträchtiger Kulisse aufgewachsen. Der Anblick all der halb verfallenen oder märchenhaft wieder aufgebauten Burgen und Schlösser hat meiner Phantasie reichlich Futter gegeben. Immerzu habe ich mir ausgedacht, wie es sich im Umfeld dieser Bauten gelebt haben mochte. Das Lesen entsprechender Bücher hat sein Übriges dazu beigetragen, bis ich irgendwann der Sache richtig auf den Grund gehen wollte und Geschichte studiert habe. Seither üben Bibliotheken, Archive und Orte, an denen man interessante Dinge über die Vergangenheit herausfinden kann, einen magischen Reiz auf mich aus. Mit meinen historischen Romanen kann ich gleich zwei Leidenschaften frönen: dem unbändigen Interesse an Geschichte und der unendlichen Liebe am Formulieren von Geschichten, die ich mir selbst dazu ausdenke. Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig? Schreiben erfordert große Disziplin, deshalb liebe ich das Ritual des ganz banalen Alltags: Morgens nach dem Frühstück gehe ich erst eine Stunde walken, um den Kopf für das Schreiben frei zu bekommen, und dann geht es mit einer Tasse Tee oder einem Espresso (meist beidem) ans Laptop. Der steht auf einem wundervollen Schreibtisch, den mir mein Großvater (er war Zimmermann) vor vielen Jahren eigens nach meinen Vorstellungen angefertigt hat. Wichtig sind mir meine verschiedenen Notizbücher, in denen ich Exzerpte, Ideen, Skizzen und Gedanken zu meinen Figuren sowie dem Plot notiert habe. Eine ordentliche Plotstruktur ist für mich unerlässlich, um den Überblick über das Geschehen zu behalten und die Geschichte sinnvoll zu Ende zu erzählen. Des Weiteren lege ich mir Fotos von meinen Recherchereisen und Landkarten der jeweiligen Gegenden, in denen meine Romane angesiedelt sind, dazu. Auch Bücher mit Gemälden aus der Zeit finde ich sehr anregend. Bin ich einmal nicht am Schreibtisch, habe ich immer ein Notizbuch dabei, um mir neue Ideen und Gedanken gleich zu notieren. Wie wird die Geschichte gefunden? Bei der „Wundärztin“ hat mich z. B. seit meiner Schulzeit die Frage beschäftigt, wie Menschen einen 30 Jahre andauernden Kriegszustand ertragen haben. Immer wieder habe ich Bücher zu dem Thema gelesen, bis ich eines Tages auf das Tagebuch des Söldners Peter Hagedorn gestoßen bin. Plötzlich wusste ich, ich muss die Geschichte eines Söldnerkindes aus dem kaiserlichen erzählen - und damit war meine Heldin Magdalena geboren! Ihr „Leben“ hat mir Stoff für eine ganze Trilogie geliefert, denn auch die Frage, wie sie mit dem Dasein in Friedenszeiten klar kommt, finde ich sehr aufregend. Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? Recht bald, nachdem ich auf ein packendes Thema gestoßen bin, habe ich eine Figur vor Augen, an deren Beispiel ich das erzählen will, wie z. B. die Wundärztin Magdalena. Die weitere Geschichte entwickelt sich dann analog zur Figur: ihr Charakter bestimmt, was geschieht, was sie erlebt, woran sie wächst, woran sie scheitert und woraus sie lernt. Meist habe ich auch sehr bald eine Gegenfigur, wie z. B. Elsbeth in der „Wundärztin“ oder Adelaide in „Hexengold“, die für weiteren Konfliktstoff sorgt. Mich beim Schreiben zwischen diesen beiden Polen hin und her zu bewegen, finde ich das Aufregende. Daraus entspringen sehr viele Ideen, weil das, was die eine Figur tut, immer auch eine Reaktion der anderen herausfordert. Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben? Ja, sehr. Der erste Satz bedeutet immer eine Entscheidung, wie die Geschichte, die mir lange schon im Kopf herumspukt, erzählt werden soll. Damit wird der weitere Weg festgelegt. Manchmal steht dieser erste Satz lange schon fest und damit ist klar: die Geschichte kann nur so und auf diese Weise erzählt werden. Manchmal probiere ich verschiedene erste Sätze aus, bis der richtige Ton für das Erzählen getroffen ist. Das ist sehr aufregend, jedes Mal aufs Neue! Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen? Als ich zu schreiben begann, hatte ich die Öffentlichkeit zunächst noch gar nicht im Kopf, da ging es mir zuallererst darum, die Geschichte zu Ende zu erzählen und mir selbst zu beweisen, dass ich das schaffe. Als ich damit fertig war, hat mich eine Freundin, die als (Sachbuch-)Lektorin arbeitet, ermuntert, das Manuskript an einen Verlag zu schicken, um es zu veröffentlichen. Seit ich zum ersten Mal erlebt habe, wie es ist, andere mit meinen Geschichten zu unterhalten, freue ich mich sehr, wenn ich mit meinen Geschichten Öffentlichkeit erreiche und anderen einige vergnügliche Stunden bereite. Für die Schublade zu schreiben, kann ich mir gar nicht vorstellen. Wie haben Sie einen Verlag gefunden? Bei meinem ersten Roman half mir das Glück: Ich habe das Manuskript einfach an zehn Verlage geschickt, die mir vom Programm her geeignet erschienen, und unerwartet nach neun Absagen beim zehnten Erfolg gehabt. Weil ich mich dann aber weiter entwickeln wollte und zu meinem eigentlichen Genre, dem historischen Roman, gewechselt habe, habe ich mir eine Agentin gesucht. Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus? Ich lebe vom Schreiben und mit dem Schreiben, Schreiben ist mein Beruf und bestimmt mein Leben. Deshalb sitze ich jeden Tag am Schreibtisch, auch am Wochenende. Unter der Woche sind es gut acht Stunden, am Wochenende etwas weniger. Die Geschichten arbeiten jedoch auch jenseits des Schreibtisches in mir. In bestimmten Phasen des Manuskripts träume ich sehr intensiv von meinen Figuren und ihrem Schicksal. Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf? Seit einigen Jahren kann ich glücklicherweise davon leben. Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter? Obwohl ich gleich nach meinem Studium einige Zeit als Dozentin gearbeitet habe, bin ich keine geeignete Lehrerin. Dazu bin ich einfach zu ungeduldig. Ich tausche mich gern in Autorennetzwerken mit Kollegen aus, aber zum Lehrer eigne ich mich einfach nicht. Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein? Einen sehr großen. Wie gesagt. Schreiben ist mein Leben und bestimmt mein Leben. Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden? Einfallen tut mir immer irgendetwas. Man muss nicht immer angestrengt auf die ganz große Idee hoffen, sondern auch das Kleine annehmen und damit arbeiten. Oft entwickelt sich daraus viel mehr, als zunächst gedacht. Natürlich gibt es Tage, an denen es mir schwerer fällt, ins Schreiben hineinzufinden. Da ich allerdings immer erst das am Vortag Entstandene überarbeite, erleichtert mir das den Zugang sehr. Sollte es dann weiterhin stocken, gehe ich eine halbe Stunde spazieren. Frische Luft tut immer gut und beschert einen klaren Kopf. Mir zumindest. Danach geht es immer weiter, wenn auch mitunter in kleinen Schritten. Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche? Lesen, Reisen, Radfahren, Wandern, Skifahren, Theaterbesuche. Wie verbringen Sie Ihren Urlaub? Am liebsten zusammen mit meiner Familie und guten Freunden an der Ostsee, im Baltikum, in der Bretagne oder in der Normandie. Wir haben da schon ganz wundervolle Orte entdeckt und in traumhaft verwunschenen Bauernhöfen Raum und Zeit um uns herum vergessen. Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? Ich wünsche mir, lange genug Zeit zu haben, um all die Geschichten, die meinen Kopf bevölkern, auf Papier zu bringen. Zudem will ich noch viele, viele Entdeckungsreisen unternehmen, um auf weitere, spannende Ideen für Romane zu kommen. oben      Home |
Buchvorstellungen - eine AuswahlInhalt: Deutschland zehn Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges: Eigentlich könnte die ehemalige Wundärztin Magdalena mit ihrem geliebten Eric ein glückliches Leben in Frankfurt führen, wo er sich als Kaufmann etabliert hat. Doch da erfährt sie, dass ihr Mann ihr offensichtlich Nachrichten über ihre verschollene Familie in Königsberg verheimlicht hat. Gründet ihr ganzes Glück auf einer Lüge? Als Eric spurlos verschwindet und Magdalena plötzlich mittellos dasteht, macht sie sich auf nach Königsberg, um das Geheimnis ihrer Familie zu enthüllen und damit auch Erics Vergangenheit auf den Grund zu gehen. --- oder als E-Book ---
Inhalt: Deutschland im Dreißigjährigen Krieg: Die kluge Söldnertochter Magdalena arbeitet als Wundärztin im kaiserlichen Tross. Bald entbrennt sie in großer Liebe zu dem Kaufmannssohn Eric, der seit dem Tod seiner Eltern allein lebt. Doch es ist eine verbotene Liebe, denn die Väter der beiden standen sich einst in Feindschaft gegenüber. Nach einer Schlacht verschwindet Eric spurlos – und Magdalena muss eine folgenschwere Entscheidung treffen. --- oder als E-Book --- --- oder als Hörbuch ---
Inhalt: Herbst 1872: Im Englischen Garten wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Erschlagen und ausgeraubt, wie schon drei Opfer kurz zuvor. Polizeikommissar Severin Thiel erfährt, dass der Mann vor seinem Tod eine große Summe Geld von der "Dachauer Bank" erhalten hat. Adele Spitzeder, die Inhaberin, lockt mit hohen Zinsen auf die Wechsel, die bei ihr gezeichnet werden. Vor allem die "kleinen" Leute erliegen dem Traum vom großen Geld. Severin Thiel ermittelt auf allerhöchsten Befehl bereits geraume Zeit gegen Spitzeders "Schwindelbank". Thiels Gefährtin, die Frauenrechtlerin Johanna Morgenthau, versucht bald aus ganz persönlichen Gründen, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Thiel weiß nicht, ob er ihr überhaupt noch trauen kann. Bis eines Morgens der fünfte Tote in einem Gebüsch im Englischen Garten gefunden wird.
Inhalt: April 1870: Ein erster Arbeiteraufstand erschüttert die Königliche Haupt- und Residenzstadt München: Aus Protest gegen miserable Arbeitsbedingungen und erbärmliche Löhne legen die Schneider ihre Arbeit nieder. Mitten in dem Aufruhr geschieht ein Mord: Ein Nähmaschinenhändler wird erstochen. Hat die Tat etwas mit diesem ersten großen Streik, mit den Anfängen der Gewerkschaften und der frühen Sozialdemokratie zu tun? Polizeioffiziant Severin Thiel bleibt nicht viel Zeit, das herauszufinden, denn weitere Unruhen drohen. Da bietet ihm eine Dame, die sich der noch jungen Frauenbewegung verpflichtet fühlt, ihre tatkräftige Unterstützung an. Sie suchen etwas anderes? oben      Home |