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InterviewName Britt Reißmann Alter und Wohnort Geboren 1963, lebt in Stuttgart Internet www.britt-reissmann.de Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie? Realschulabschluss, Musik-Fachschulstudium, Berufsabschluss als Intarsienschneiderin. Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht? Die Schreiblust kam durch die Unmengen von Büchern, die ich seit meiner Kindheit verschlungen habe. Das wollte ich einfach auch mal probieren. Wie haben Sie das Schreiben gelernt? Gar nicht. Irgendwie konnte ich das schon immer. Allerdings habe ich viele Anregungen aus den großartigen Schreibratgebern von James N. Frey mitgenommen und durch Übung meinen Stil verbessert. Wenn man viel schreibt und viel liest, passiert das automatisch. Wie kamen Sie zu diesem Thema? Wenn man bei der Mordkommission arbeitet, liegt es nahe, Krimis zu schreiben. Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig? Wichtig ist, dass ich zu jeder Zeit und an jedem Ort etwas zum Schreiben dabei habe. Ich schreibe nicht regelmäßig, sondern dann und dort, wann/wo mir etwas einfällt. Das kann durchaus beim Bügeln, auf dem Hometrainer oder in der Stadtbahn sein. Und wenn mir dann der Notizblock fehlt, kann es schon mal passieren, dass ich aus der Bahn springe, in die nächste Postfiliale stürze und dort meine Ideen auf einem Paketzettel festhalte (ist schon genau so geschehen). Ideen halte ich meist handschriftlich fest - ausgearbeitet werden sie dann aber ausschließlich am PC. Wie wird die Geschichte gefunden? Inspiriert werde ich in erster Linie durch meine Arbeit. Aber auch Erlebnisse im Alltag fließen in meine Bücher ein. Erste Regel: Wer Ideen für Geschichten und Figuren sucht, muss ein guter Beobachter sein. Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? Bevor ich anfange zu schreiben, muss der Plot bis zum Ende durchdacht und skizziert sein. Voraussetzung dafür sind interessante, dreidimensionale Figuren. Wenn man Figuren gut durchdenkt, es schafft, sie lebendig werden zu lassen, und wenn man sie sehr gut kennt, treiben sie den Plot fast von selbst voran. Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben? Nein. Ich schreibe auch nicht immer den ersten Satz als Erstes. Es kann sein, dass mir zuerst eine Szene in den Kopf kommt, die nachher in der Mitte des Buches steht. Bei meinem letzten Roman war das so. Und die Schlussszene ist oft schon geschrieben, wenn erst, sagen wir, zwei Drittel des Manuskripts fertig sind. Das geht aber nur, wenn der Plot von vornherein klar ist. Dann kann man puzzeln, Szenen in beliebigen Reihenfolgen schreiben und dann zusammensetzen, wie bei einem Filmdreh. Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen? Der war nie vordergründig. Ich bin eher ein zurückgezogener Mensch, der am liebsten für sich im stillen Kämmerchen arbeitet. Mein erstes Buch schrieb ich zunächst, ohne im Geringsten daran zu denken, dass es mal veröffentlicht werden könnte. Die Öffentlichkeit kam dann zwangsläufig. Zum Promoten gehören nun mal auch Lesungen und Signierstunden. Inzwischen macht mir das sogar Spaß. Wie haben Sie einen Verlag gefunden? Exposé und Leseprobe an verschiedene Verlage geschickt. Der Zuschlag von Emons kam sehr schnell. Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus? Einen Rhythmus gibt es leider nicht. Ich schreibe, wann ich Zeit und Inspiration habe. Da mein Beruf nicht berechenbar ist, Haushalt und Familie obendrein ihren Tribut verlangen, gibt es manchmal längere Pausen, in denen ich gar nicht zum Schreiben komme. Ich sehe es als mein Hobby und versuche, mir keinen Druck zu machen. Wobei der zwangsläufig kommt, sobald erst mal ein Abgabetermin steht. Daher bemühe ich mich, sobald die Deadline steht, schon eine gewisse Regelmäßigkeit beizubehalten, z. B. täglich mindestes 3 Seiten zu schreiben. Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf? Ich arbeite als Angestellte bei der Mordkommission Stuttgart. Vom Bücherschreiben leben? Darüber kann man nachdenken, wenn man ein paar Bestseller veröffentlicht hat, die möglichst noch in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter? Nein. Dazu fehlt mir einfach die Zeit. Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein? Schreiben ist für mich ein Hobby, das ich nicht mehr missen möchte. Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden? Manchmal hilft Aussitzen und einfach weiterschreiben. Auch wenn man anschließend einige Seiten wieder löscht und neu schreiben muss, hilft diese Vorgehensweise mitunter, den Faden wiederzufinden. Es kann aber auch sein, dass ich entnervt aufgebe, den PC ausschalte und eine Nacht drüber schlafe. Das ist stimmungs- und zeitabhängig. Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche? Lesen natürlich. Reisen. Und der Austausch mit Freunden und Autorenkollegen ist mir wichtig. Der läuft aus Zeitgründen allerdings meist über das Internet. Wie verbringen Sie Ihren Urlaub? Meist in Italien. Ich liebe dieses Land! Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? Es darf utopisch sein? Prima! Einmal den Glauser-Preis gewinnen. Von mir aus auch für eine Kurzgeschichte. Das wäre schon ein erhebender Moment! oben      Home |
Buchvorstellungen - eine AuswahlInhalt: Ein Zugbegleiter der Stuttgarter Standseilbahn wird durch mehrere Messerstiche schwer verletzt. Er behauptet, seinen Angreifer nicht erkannt zu haben, doch Ärzte und Kripo haben berechtigte Zweifel an seiner Aussage. Wen möchte das Opfer schützen? Bevor die Mitarbeiter des Stuttgarter Morddezernats mehr erfahren, stirbt der Mann. Gleichzeitig offenbart die Suche nach einer vermissten Frau ungeahnte Zusammenhänge mit einem Bankraub vor 23 Jahren. Doch Thea Engel und Michael Messmer haben nicht nur einen Mord und einen Vermisstenfall zu klären, sondern auch ihre Beziehung zueinander.
Inhalt: Eine junge Frau liegt tot im Eckensee vor der Stuttgarter Oper. Versuche, das Opfer zu identifizieren, führen die Mordkommission in das Milieu der Fantasy-Rollenspiele, dem die Tote angehörte, und schließlich zu einem Mediziner, der eine fragwürdige Heilmethode praktiziert. Thea Engel kommt im Laufe ihrer Ermittlungen dem schrecklichen Geheimnis einer Familie auf die Spur, das unausweichlich in einem Drama endete. Ein Kriminalroman, der die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit auföst.
Inhalt: Die Vorweihnachtszeit ist für Thea Engel von der Mordkommission Stuttgart alles andere als friedlich. Zwei Tote innerhalb weniger Tage geben ihr und ihren Kollegen Rätsel auf. Auf den ersten Blick scheint es zwischen den Morden an der jungen Musikstudentin und dem alten Mann im Pflegeheim keinen Zusammenhang zu geben. Die einzige Gemeinsamkeit der Opfer ist ihr Faible für indianische Mythologie. Doch auf der Suche nach einer Halskette mit dem silbernen Anhänger einer Schneegans kommt Thea Engel der Wahrheit Schritt für Schritt näher und begibt sich schließlich selbst in große Gefahr. Sie suchen etwas anderes? oben      Home |