|                                                                 | A ~ B ~ C-D ~ E ~ F ~ G ~ H ~ I-J ~ K ~ L ~ M ~ N ~ O-P ~ Q-R ~ S ~ T ~ U ~ V ~ W ~ X-Z |
|                                                                 | Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Carmen Rohrbach |
RubrikImpressum Home
Partnerprogramme:
|
InterviewName Carmen Rohrbach Alter und Wohnort Geboren 1958, lebt in Bayern Internet www.carmenrohrbach.de Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie? Biologiestudium Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht? Meine Lust Geschichten zu erzählen und meine Leidenschaft zu Lesen. Wie haben Sie das Schreiben gelernt? Durch Schreiben, Verbessern und Korrigieren meiner Texte. Immer wieder kritisch die Texte durcharbeiten. Wie kamen Sie zu diesem Thema? Durch Neugier. Neugier ist die Antriebskraft meines Lebens. Ich möchte Zusammenhänge verstehen, hinter den Vorhang schauen, Verborgenes entdecken. Neues finden, bisher nicht Bekanntes aufspüren, das gibt mir Erfüllung und Lebenssinn. Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig? Jede Seite schreibe ich per Hand und tippe sie am Abend in den PC. Ich schreibe immer mit Bleistift und auf der Rückseite von gebrauchtem Papier. Wie wird die Geschichte gefunden? Bei meinem Unterwegssein, durch beobachten, hinhören, zuschauen. Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte? Am Anfang stehen wirkliche Personen und real Erlebtes. Beim Schreiben entwickelt sich eine eigene Dynamik, die Geschichten verdichten sich, Personen bekommen schärfere Konturen, neue Züge und doch bleibt alles wahrhaftig und erlebt. Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben? Nicht nur vor dem ersten Satz, sondern jeden Morgen aufs Neue. Aufregung ist vielleicht nicht das richtige Wort. Aufgeregt im eigentlichen Sinn bin ich nicht, aber angespannt, voller Erwartung, Unruhe und oft auch Unsicherheit, ob es heute wieder gelingen wird, etwas Brauchbares aufs Papier zu zaubern. Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen? Schon als 14Jährige habe ich unter Pseudonym Geschichten an die Tageszeitung, an Magazine, und Zeitschriften geschickt. Meinen Namen wollte ich dabei nicht nennen, wegen der Schulkameraden hätte ich mich geschämt. Ich wollte gelesen, aber nicht erkannt werden. Das Schamhafte musste ich mir abgewöhnen. Aber auch heute ist es mir wichtiger, dass meine Bücher Leser finden, ich selbst stehe nicht so gern in der Öffentlichkeit. Wie haben Sie einen Verlag gefunden? Lange mühsame Suche, alles ausprobiert, zu Buchmessen gefahren, Exposés, einzelne Kapitel, fertige Manuskripte verschickt, Gesprächstermine bei Verlagen. 15 Jahre lang vergeblich, bis ich durch eine Bekannte von einem neu gegründeten Verlag erfuhr, der genau diese Art von Büchern (Reiseliteratur) auflegen wollte, wie ich sie schrieb. Das berühmte: zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, die richtigen Leute treffen. Aber ohne Ausdauer und Nichtaufgeben, tritt dieser magische Moment nicht ein. Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus? Wenn ich an ein Manuskript arbeite, gibt es keinen Alltag. Dann besteht der Tag nur aus Schreiben und Essenpausen und einer Stunde schnelles Gehen, um dem Körper in Schwung zu halten. Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf? Meinen Beruf als Biologe übe ich nicht mehr aus, seit ich mit dem Schreiben von Büchern begonnen habe. Mit dem Veröffentlichen von Büchern verbinden sich bei mir Vorträge und Lesungen. Nur allein von den Einnahmen durch die Bücher könnte ich nicht leben. Aber ohne die Bücher würde mich kein Veranstalter kennen und einladen. Es gehört also zusammen. Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter? Nein. Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein? Es ist nicht nur mein Brotberuf, es ist meine Leidenschaft und ich kann nicht zwischen Arbeit und Freizeit trennen. Ich habe den Eindruck, dass ich während meiner Wachphase immer arbeite, aber ohne meine Tätigkeit als Arbeit empfinden zu können, sondern als Vergnügen. Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden? Ich bleibe vor dem weißen Blatt Papier sitzen und blicke solange in den Himmel bis mir etwas einfällt. Wenn nichts kommt, schreibe ich einfach irgendetwas, auch wenn es keinen Sinn ergibt, manchmal steht dann plötzlich etwas Brauchbares da. Wenn alles nichts hilft, gehe ich raus und laufe ziellos durch die Gegend. Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche? Gehören auch zu meinem Schreibthemen und verbinden sich mit diesen: Bergsteigen, Klettern, lange Strecken Schwimmen, Wandern, Tiere und Menschen beobachten, Lesen, Verborgenes finden. Wie verbringen Sie Ihren Urlaub? Nee, Urlaub mache ich nie. Urlaubsmäßig würde ich nicht verreisen wollen. Ich reise beruflich, aber das sind anstrengende Expeditionen in unzugängliche Wildnisgebiete und dauern meist ein halbes Jahr und länger. Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch? Nach Kamtschatka (Ostsibirien) und die Donau entlang von der Quelle bis zur Mündung. oben      Home |
Buchvorstellungen - eine AuswahlInhalt: Carmen Rohrbach durchstreift sechs Monate lang die junge Vulkaninsel am Rande des Polarkreises. Im Tal des Markarfljót zeltet sie unter der gewaltigen Eruptionswolke des berühmt-berüchtigten Vulkans Eyjafjallajökull. Sie begleitet den jährlichen Schafabtrieb nahe einer Farm im Nordwesten der Insel. Auf einsamen Wanderungen im Hochland beobachtet sie die wilde Tierwelt, steigt hinauf zum geheimnisvollen Krater Askja und auf den Gipfel der Herðubreið, der Königin der Berge. Sie erkundet die Hauptstadt Reykjavík und taucht ein in das bunte Leben einer Künstlerkolonie am südlichsten Zipfel Islands.
Inhalt: Seit 1000 Jahren pilgern die Menschen zum Grab des heiligen Jakob im Norden Spaniens. Eine Frau von heute macht sich auf, den Spuren der Pilger von gestern zu folgen. Mit Rucksack und Pilgerausweis wandert sie auf der spanischen Seite des Weges durch Wiesen und Wälder, erlebt die sternenklaren Nächte in einsamer Natur und ist oft der Erschöpfung nahe. Doch sie wird reich belohnt durch die freundlichen, hilfsbereiten Menschen und die immer spürbare lebendige Geschichte und Natur. Carmen Rohrbachs Weg führt nach Santiago de Compostela - und zu sich selbst.
Inhalt: Eine Landschaft, die ohne Grenzen scheint, wo es nichts gibt außer Himmel und Erde, rau und herb. Carmen Rohrbach durchmisst Patagonien vom Perito Moreno Gletscher an der Südspitze Argentiniens bis zum paradiesischen Lago Nahuel Huapi. Vom Kap Hoorn aus durchstreift sie das Land nordwärts, quert die Magellanstraße, macht einen Abstecher zum legendären Cerro Torre und folgt der Ostküste Argentiniens. Auf ihrer Reise zu Fuß, zu Pferd, mit dem Bus und Mietwagen entdeckt sie nicht nur die sagenhafte Welt der heimischen Tiere. Es gelingt ihr auch, mit wortkargen Farmern und Gauchos ins Gespräch zu kommen. Bei gegrilltem Schafsfleisch und Matetee erzählen sie von der Härte ihres Lebens, der Geschichte ihres Landes und von der tiefen Liebe zu Patagonien.
Inhalt: Als Kind bewunderte Carmen Rohrbach die verheißungsvolle Nofretete-Büste im Haus ihrer Großeltern. Vierzig Jahre später begibt sie sich auf eine Entdeckungsreise entlang Ägyptens Lebensspender, dem sagenumwobenen Nil. Ihr tausend Kilometer langer Weg führt von den Tempeln Abu Simbels über die von Palmen und Mangobäumen gesäumte Insel Elephantine bis zur Nilmündung in Alexandria. Auf eigene Faust erkundet sie das Tal der Könige, durchstreift mit ihrem treuen Esel Aton die Sahara, besucht die großen Pyramiden und lauscht bei Nilbarsch und Malvenblütentee den Geschichten der Menschen am Ufer des längsten Flusses der Welt. Intensiver als an Carmen Rohrbachs Seite kann man Ägypten nicht erleben. Sie suchen etwas anderes? oben      Home |