Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Christine Spindler

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    Interview


    Name
    Christine Spindler

    Alter und Wohnort
    Geboren 1960, lebt in Auenwald, Baden-Württemberg

    Internet
    www.christinespindler.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Ich habe eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin und arbeite auch als Übersetzerin.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Meine Familie bot mir ein sehr kreatives Umfeld. Meine Mutter hat mir viele selbst erdachte Geschichten erzählt. Mein Vater war u. a. Werbetexter. Das hat mich sicher geprägt. Aber auch eine Lehrerin möchte ich erwähnen, die in der Oberstufe Deutsch und Literatur unterrichtet hat. Dank ihr habe ich eine große Leidenschaft fürs Schreiben entwickelt.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Mein erstes Buch, ein englischer Kriminalroman (The Rhythm of Revenge), war zugleich mein „Schreibstudium“. Ich habe zwei Jahre für das Manuskript gebraucht, habe es immer wieder überarbeitet. In dieser Zeit habe ich viele Schreibratgeber gelesen, die ich in London gekauft hatte. Auf dem deutschen Markt gab es zu dem Thema damals noch nicht viel. Und Internet hatte ich noch nicht. Zudem fing ich damals an, sehr analytisch zu lesen und mir zu überlegen, was ich an manchen Büchern gut finde, wie sie aufgebaut sind, was den Reiz der Charaktere ausmacht, was die Dialoge lebendig macht, etc. „The Rhythm of Revenge“ war der Auftakt zu einer Krimiserie, die in den USA erschien. Inzwischen schreibe ich keine Krimis mehr, sondern Kinder- und Jugendbücher (größtenteils unter dem Pseudonym Tina Zang) und Romane wie „Mond aus Glas“.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Als ich „Mond aus Glas“ zu schreiben begann, war es zunächst eine Geschichte über den Umgang mit Sterben und Abschiednehmen, basierend auf meinen eigenen Erfahrungen. Im Laufe vieler Überarbeitungen wurde daraus immer mehr ein optimistisches Buch über Versöhnung und Verzeihen. Ich lernte beim Schreiben, dass es die Risse und Abstürze in der Lebensgeschichte sind, die das wahre Ich eines Menschen zum Vorschein bringen. So entstanden Momente voller Staunen, Neugierde und schierer Lebenslust. Die Liebe spielt eine ganz große Rolle: Von der ersten Liebe, die noch frisch und unsicher ist, über Mutterliebe in ihren verschiedenen Ausprägungen, bis zur zerbrechenden Liebe, die wieder gekittet werden muss.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Ich schreibe am PC - meine Handschrift ist zu unleserlich. Notizen mache ich mir darum lieber mündlich, d. h. ich spreche sie in ein Diktiergerät. Das ist auch nachts sehr praktisch. Beim Schreiben brauche ich viel Tee und Ruhe.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Das Leben ist ja prallvoll mit Geschichten. Meist beginne ich mit einer „Was wäre wenn“-Frage, daraus ergeben sich dann schnell viele Möglichkeiten.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Ich lasse die Protagonisten nach und nach „erscheinen“. Die Phase, in der das geschieht, nenne ich „Warmschreiben.“ D. h., ich schreibe ein paar Kapitel, in denen es mir nur darum geht, die Personen kennenzulernen, ihre Eigenheiten, die Chemie die sie untereinander haben. Dabei entwickelt sich auch der Einstieg in die Geschichte. Aus diesen frühen Kapiteln schaffen es höchstens ein paar Fragmente ins fertige Buch, aber sie geben mir die nötige Sicherheit im Umgang mit den Protagonisten.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Ja, ich bin jedes Mal ein klein wenig aufgeregt, wenn ich mich zum Schreiben hinsetze. Ich weiß ja nie ganz genau, was mich erwartet, da ich so wenig vorausplane. Ich mache das seit 15 Jahren täglich, und es ist immer noch ein bisschen wie ein erstes Date. Vor allem, wenn ich ein neues Genre ausprobiere, das ist dann sozusagen ein Blind Date.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Schon während ich mein erstes Buch schrieb, wusste ich, dass ich dafür einen Verlag suchen würde. Darum begann ich auch gleich sehr optimistisch eine Fortsetzung zu schreiben…

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    …und als die Fortsetzung ein Jahr später fertig war, da hatte ich endlich auch einen Verlag gefunden. Das war nämlich alles andere als einfach. Ich habe viele Verlage in England angeschrieben und ausschließlich Absagen bekommen, oft auch gar keine Antwort. Das war hochgradig frustrierend. 1998 bekam ich dann endlich einen Internetanschluss und kurz darauf fand ich einen Verlag in den USA.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Ich würde mich als „chaotisch diszipliniert“ beschreiben. Ich habe ein festes Tagespensum, aber keine festen Arbeitszeiten. Ich verteile das Schreiben über den ganzen Tag und strukturiere den restlichen Alltag drumherum. Dabei folge ich sehr meinen Launen. Wenn mein Blick vom Bildschirm zum Fenster wandert und ich schönes Wetter sehe, kann es sein, dass ich mitten im Satz den PC herunterfahre und einen Spaziergang mache. Ich kann aber auch mitten im Geschirrspülen innehalten und mit nassen Händen an den PC eilen, weil mir gerade ein Dialog eingefallen ist, den ich unbedingt sofort in die Tasten hauen muss.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Ich war lange freiberuflich für ein Übersetzungsbüro tätig und das ging dann nahtlos ins Schreiben über, wobei es eine Weile gedauert hat, bis ich vom Schreiben leben konnte. Erst 2005, nach 15 Veröffentlichungen, wurde es einigermaßen lukrativ. Seitdem schreibe ich im Jahr 4 bis 6 Bücher, übersetze mind. 3 Bücher und mache viele Lesungen.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Nein, im Moment nicht. Aber ich könnte mir gut vorstellen, das zu machen, wenn ich selbst vielleicht einmal weniger schreibe und dadurch Zeit habe Workshops zu geben. Das würde mir sicher Spaß machen, vor allem mit Kindern und Jugendlichen.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    It’s my life ;-)

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Dafür habe ich meine Ideenfabrik. Sie ist 1,78 m groß und heißt Joachim. Mein Mann hat immer Ideen. Ich habe ihn schon mal mitten in der Nacht geweckt, weil ich in einer Geschichte festhing und vor lauter Nachdenken nicht einschlafen konnte. Joachim lieferte mir im Halbschlaf ein paar dahingemurmelte Ideen, von denen eine so genial war, dass sich daraus sofort der komplette restliche Plot ergab. Falls ich mal festhänge und mein Mann nicht verfügbar ist (tagsüber ist er ja bei der Arbeit), dann wende ich gern die 20-Punkte-Methode an. Ich denke mir 20 Möglichkeiten aus wie es weitergehen könnte und die dürfen auch komplett bescheuert sein. Das befreit mich aus einengenden Denkmustern und oft ist es genau die 8. Idee, die dann funktioniert.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
    Ich male sehr viel. Meist bunt und abstrakt oder Katzen, manchmal auch Landschaften und Blumen. Ich habe große Freude an Farben und bin total verrückt nach Pinseln. Außerdem liebe ich Musik. Ich habe ein Klavier und zwei Gitarren.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Ich mache lieber viele kleine Urlaube als einen großen. Drei oder vier Tage in einer schönen Gegend, z. B. am Bodensee oder im Schwarzwald sind für mich ideal, um mich zu erholen. Auch Städtetrips unternehme ich gern. Das ist eine willkommene Abwechslung, da ich sehr ländlich wohne. Hamburg, Berlin und immer wieder München, sind meine Ziele. Wenn mich dann alle paar Jahre doch ein größeres Fernweh packt, geht es nach Teneriffa.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Ich hätte gern ein Haus am Meer. Ich finde die Vorstellung wunderschön, in meinen Arbeitspausen am Strand spazieren zu gehen. Ich liebe das Gefühl von Sand und Wasser zwischen den Zehen.

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    Buchvorstellungen - eine Auswahl


  • Love Takes Centre Stage - Bühne frei für die Liebe


  • Inhalt:
    'Love Takes Centre Stage - Bühne frei für die Liebe' aus der Reihe 'Girls in Love' ist eine herzzerreißende Geschichte für Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren. Die Handlung ist in Deutsch, die Dialoge in Englisch - so versteht man die Handlung und lernt Englisch ganz nebenbei. Schwierige Wörter werden erklärt, die Vokabelangaben orientieren sich dabei an den wichtigsten Schulbüchern der 5. und 6. Klasse. Für alle, die ganz easy ihr Englisch verbessern möchten.
    Inhalt: Paula und Lissy hatten beide noch keinen Freund. Das muss sich dringend ändern! Da kommt die neue 'English Drama Group' an der Schule gerade recht. Denn bei den Theaterproben hoffen sie, ein paar richtig süße Jungs kennen zu lernen. Doch Paula hat ein unfehlbares Talent, Chaos zu stiften. Sie will Lissy mit Kim verkuppeln, obwohl sie selbst auf ihn steht, und gerät bei dem Versuch, sich ihren ersten bühnenreifen Kuss zu angeln, von einer peinlichen Situation in die nächste.

    --- oder als E-Book ---

  • Mond aus Glas


  • Inhalt:
    Seit Lunas Zwillingsschwester Stella nach einer Tumoroperation gestorben ist, ist jeder in ihrer Familie mit seiner Trauer überfordert. Die Ehe der Eltern hält dieser Belastung kaum stand. Als Luna Finn kennen lernt, dessen Eltern sich gerade getrennt haben, erkennen die beiden, wie einzigartig sie sind, und plötzlich bemerkt Luna, dass sie geheimnisvolle Fähigkeiten hat. Christine Spindler hat mit Mond aus Glas einen aufwühlenden Roman über Trauer, erste Liebe, Gefühle und Hoffnung geschrieben. Die Autorin schickt ihre Leser in einer atemlosen Fahrt von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Ihr berührender Schreibstiel lässt einem gleichzeitig lachen und weinen.






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