Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Jana Voosen

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    Interview


    Name
    Jana Voosen

    Alter und Wohnort
    Geboren 1976, lebt in Hamburg

    Internet
    www.jana-voosen.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Nach dem Abitur habe ich zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht - und danach beschlossen, eine Bank nur noch zu betreten, um Geld abzuheben. Für mich war sowieso schon als Kind klar, dass ich Schauspielerin oder Schriftstellerin werden wollte. Ich habe nur eine Weile gebraucht, meine Eltern davon zu überzeugen, dass das nicht nur eine fixe Idee ist. Mit 21 Jahren habe ich dann eine Schauspielausbildung in Hamburg begonnen.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Ich habe schon als Kind gerne geschrieben, in der Grundschule stand unter meinen Aufsätzen jedes Mal: „Du hast sehr viel Phantasie, Jana!“ Auf dem Gymnasium wurde manchmal: „Sehr unterhaltsam, aber am Thema vorbei!“ daraus. Aber wirklich ernsthaft angefangen zu schreiben habe ich erst mit Anfang Zwanzig, parallel zu meiner Schauspielausbildung. Der Auslöser war das Buch „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron, das einem mithilfe von Aufgaben und Übungen dabei hilft, kreative Blockaden zu lösen. Ich hatte zunächst damit angefangen, um meine Schauspielerei zu verbessern. Und fand mich plötzlich mitten in der Nacht am Schreibtisch wieder, mit einer Geschichte, die unbedingt zu Papier gebracht werden wollte.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Ich war immer schon eine Leseratte, und glaube, dass man durch Lesen eine Menge über das Geschichtenerzählen lernt. Meinen ersten Roman habe ich wie gesagt aus dem Bauch heraus geschrieben, ohne wirklich Ahnung davon zu haben, was ich da treibe. Seitdem habe ich zwar diverse Bücher zum Thema Dramaturgie usw. gelesen, aber Kurse habe ich nie besucht.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Die Ideen zu meinen Büchern fliegen mir meistens zu, wenn ich sie am wenigsten erwarte. Gerne auch mal unter der Dusche, in der S-Bahn oder mitten in der Nacht in einem Traum. Deshalb habe ich immer ein Notizbuch griffbereit, um die Ideen gleich festhalten zu können. Der Grundgedanke zu meinem neuesten Roman „Prinzessin oder Erbse?“ kam mir, während ich bei meiner Freundin auf der Couch saß und wir gemeinsam die MTV-Movie-Awards ansahen. Robert Pattinson und Kristen Stewart gewannen in der Kategorie „Bester Kuss“ und während sie sich bedankten, fing mein Gedankenkarussell an, sich zu drehen. Sind die beiden nun ein Paar oder nicht? Nehme ich da nicht eine merkwürdige Energie war? Was wäre, wenn sie sich eigentlich nicht ausstehen könnten? Und all die Liebesgerüchte nur ein Promo-Gag sind? Und so bekam ich Lust, eine Geschichte zu schreiben, die sich hinter den Kulissen einer erfolgreichen Telenovela abspielt und wo alles anders ist, als die Klatschpresse es einem weismachen will.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Ich schreibe auf meinem Laptop und zwar ausschließlich zu Hause. Ich brauche absolute Ruhe, der Geräuschteppich in einem Café würde mich wahnsinnig machen. Ich weiß nicht, wie andere Autoren das machen. Selbst leise klassische Musik würde mich zu sehr ablenken. Ich habe meinen festen Arbeitsplatz, dort sitzt neben dem Computermonitor mein „Kreativtierchen“, das ich mal aus Fimo gebastelt habe, es ist rosa und sieht aus wie eine Kreuzung aus Drache, Vogel und Kaninchen. Ich koche eine große Kanne Tee, trinke ihn aus meiner Lieblingstasse, und dann geht es los.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Siehe oben.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Bei meinen ersten beiden Romanen habe ich einfach drauflos geschrieben, nur mit einer unbestimmten Idee im Kopf, und sozusagen zugeschaut, was passiert. Mittlerweile stricke ich die Geschichte schon im Groben vor, auch, weil mein Verlag gerne ungefähr wissen möchte, was er denn da eigentlich einkauft. Aber ich halte mich nicht stoisch an diese Zusammenfassung, wenn sich die Geschichte anders entwickelt, plötzlich eine unvorhergesehene Situation entsteht oder eine Person auftaucht, dann vertraue ich meinem Bauchgefühl und gehe dem nach. Wenn ich zu genau wüsste, was passiert, wäre das Schreiben ja auch nur noch halb so spannend. Andererseits beruhigt so ein roter Faden, an dem man sich ja auch festhalten kann, wenn es mal gerade nicht so läuft, auch ungemein.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Nicht nur aufgeregt, ich habe regelrecht Angst davor. Und zwar so sehr, dass ich den ersten Satz gerne so lange wie möglich vor mir her schiebe. Das kann von einigen Tagen bis hin zu einem Monat dauern. Jeden Morgen wache ich mit Herzklopfen auf: „Okay, alles klar, heute ist es soweit. Du fängst an.“ Und dann schleiche ich den ganzen Tag um meinen Laptop herum und erfinde tausend Ausreden, warum ich ausgerechnet heute wieder nicht anfangen kann. Weil der Fußboden gewischt, der Speicher ausgemistet, eine Freundin besucht werden muss. Genau heute ist übrigens wieder so ein Tag. Der erste von hoffentlich nicht allzu vielen, in denen ich dem Schreiben des ersten Satzes aus dem Weg gehe, unter anderem, indem ich lieber diese Interviewfragen beantworte. Nachdem ich schon meinen Kleiderschrank aufgeräumt und mit Mottenpapier bestückt habe. Aber ich bin dieses Mal zuversichtlich, dass es sich nicht allzu lange hinziehen wird. Wenn der erste Schritt getan, das erste Kapitel geschrieben ist, legt sich die Angst zum Glück und weicht der Freude am Schreiben.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Das hat sich eigentlich durch Zufall ergeben. Die erste Fassung meines ersten Romans lag in der sprichwörtlichen Schublade und ich habe irgendwann ein bisschen verschämt einer Freundin davon erzählt, nämlich der Autorin Wiebke Lorenz. Sie hat mich mit sanfter Gewalt dazu gebracht, ihr das Werk mal zu zeigen und es dann ohne mein Wissen an ihre Agentin weitergereicht. Und innerhalb von wenigen Wochen hatte ich plötzlich eine Literaturagentin und kurz darauf auch einen Verlag.

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Über meine Agentin.

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Wenn ich als Schauspielerin arbeite, schreibe ich nicht, obwohl viele Leute denken, dass das bei den langen Wartezeiten am Set doch eine prima Sache sein müsste. Aber ich kann mich nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren. Wenn ich nicht drehe, schlafe ich gerne aus, mindestens bis zehn. Dann schreibe ich Morgenseiten (ein Werkzeug aus „Der Weg des Künstlers“), trinke Milchkaffee und starte langsam in den Tag. Gegen zwölf setze ich mich an den Rechner und schreibe etwa vier bis fünf Stunden lang.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    Ich arbeite als Schauspielerin und Autorin, was wie viel Zeit in Anspruch nimmt, hängt natürlich von den Angeboten ab. Wenn ich fest in einer Serie spiele, bleibt nicht viel Zeit zum Schreiben. Aber es gibt auch Jahre, in denen es umgekehrt ist.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Nein, aber ich helfe gerne befreundeten Autoren, wenn sie mal irgendwie stecken bleiben. Oft hilft es, wenn dann mal jemand draufguckt, der ein bisschen Abstand zur Geschichte hat.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Ich liebe es. Und ich glaube auch, dass es meine Rettung ist. Als Schauspielerin ist man sehr darauf angewiesen, dass man Rollenangebote bekommt. Manchmal läuft es gut, manchmal läuft es mies und ich kenne viele Kollegen, die an einer schwierigen Auftragslage leiden. Es geht ja nicht nur ums Finanzielle, sondern auch darum, dass man sich ausgebremst fühlt, seine Kreativität nicht leben kann und keine Anerkennung bekommt. Das Schreiben gibt mir die Möglichkeit, mich auszudrücken und mich zu ernähren. Ich bin sehr dankbar dafür.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Dass mir gar nichts einfällt, passiert eigentlich nie. Allerdings finde ich das, was mir einfällt, häufig absolut furchtbar. Aber ich habe gelernt, dass das meist mehr mit meiner Tagesstimmung zusammenhängt als mit der wirklichen Qualität des Geschriebenen. Mein Trick dazu: nach vorne schreiben, nicht zurückschauen. Ich schreibe erstmal die ganze Geschichte, dann fange ich von vorne an, korrigiere und schreibe um. Was ich dann immer noch entsetzlich finde, fliegt raus, aber es ist schon vorgekommen, dass ich ein Kapitel, das ich schrecklich fand, mit ein bisschen Abstand sogar besonders schön finde. Und umgekehrt.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
    Ich habe meine Hobbys zu Berufen gemacht und alles, was ich liebe, hat irgendwie mit diesen Berufen zu tun: Kino, Bücher, Theater, Musik.

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Das ist ganz unterschiedlich. Ich liebe das Meer, aber auch die Berge. Seit ich sechs Jahre alt bin, fahre ich regelmäßig in den Skiurlaub.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Ich fände es großartig, wenn mal ein Roman von mir verfilmt werden würde - mit mir in der Hauptrolle!

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    Buchvorstellungen - eine Auswahl


  • Prinzessin oder Erbse?


  • Inhalt:
    Das Mädchen und der Traumprinz? Fanny, gescheiterte Romanautorin und Dauer-Single, landet als Assistentin im Pressebüro der erfolgreichen Telenovela „Liebe à la carte” - und fühlt sich wie in eine ihrer eigenen Geschichten versetzt. Dramatische Szenen, Skandale und die ewige Frage »Wer mit wem?« beherrschen den Alltag hinter den Kulissen. Und dann ist da noch dieser Hauptdarsteller, der Fanny den Kopf verdreht. David ist einfach zu perfekt, um wahr zu ein. Und welche Rolle spielt Fanny denn nun wirklich in seinem Leben? Prinzessin? Oder Erbse?

    --- oder als E-Book ---

  • Zauberküsse


  • Inhalt:
    Liebe mit himmlischer Unterstützung? Die einunddreißigjährige Luzie fällt aus allen Wolken. Ihr neuer Freund Gregor ist nicht ganz so single, wie er vorgegeben hat. Und er hat trotzdem die Frechheit, Worte wie "Ich liebe dich" und "Bleib bei mir" zu sagen. So plötzlich aus dem Liebeshimmel verbannt, heckt Luzie kleine Rachepläne aus. Und da ist ihr jede Hilfe recht, sogar die von der geheimnisvollen Thekla, die von sich behauptet, zaubern zu können. Schaden kann ein bisschen Aberglauben ja nicht, oder doch?

    --- oder als E-Book ---

  • Mit freundlichen Küssen


  • Inhalt:
    Liebe auf Bestellung? Keine Zeit, dem Liebsten einen Strauß Rosen zu schicken oder ein Gedicht zu schreiben? Oder ein Romantikwochenende in London zu planen? Die frisch verlassene und frisch gefeuerte Viviane hat die zündende Idee, eine Liebesdienst-Agentur aufzumachen und sich um das Beziehungsleben von gestressten Führungskräften zu kümmern. Vivis neue Firma liefert prompt und diskret. Doch als eine junge Frau Liebeserklärungen an Vivis Ex Simon schicken lassen will, kommen Vivi leise Zweifel an der Brillanz ihrer Idee

    --- oder als E-Book ---








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