Autoren-Interview


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Willkommen auf der Autoren-Interview-Homepage mit Ursula Wolter

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    Interview


    Name
    Ursula Wolter

    Alter und Wohnort
    Geboren 1966 lebt in Salzgitter

    Internet
    www.ursulawolter.de

    Welche/s Berufsausbildung / Studium besitzen Sie?
    Medizinstudium, Allgemeinmedizin, Palliativmedizin.

    Was/Wer hat Sie zum Schreiben gebracht?
    Meine Kinder. Durch ihr ständiges Spiel „Drache schlüpft aus dem Ei“ kam ich auf die Idee zu einer abenteuerlichen Drachengeschichte („Timona“), bei der ein Drachenkind aus einem Findel-Ei schlüpft und eines Tages auf die Suche nach seiner Herkunft geht. Eines Tages habe ich begonnen, die Geschichte aufzuschreiben. Zwei Jahre später kam das Buch heraus.

    Wie haben Sie das Schreiben gelernt?
    Hauptsächlich durch „learning by doing“.

    Wie kamen Sie zu diesem Thema?
    Die Themen haben sich „aus meinem Leben heraus“ entwickelt. „Timona“ und „Meris“ sind durch meine Kinder inspiriert - zu einer Zeit, als ich insgesamt sehr eingespannt war (Beruf, Haushalt, Kinder …). Vielleicht habe ich mir durch das Schreiben die Abenteuer ins Haus geholt, die ich selbst nicht erleben konnte; vielleicht war meine Fantasie- und Abenteuerwelt ein Ausgleich zu meiner komplizierten und anstrengenden Arbeitswelt; vielleicht wollte ich auch etwas erzählen über Entwicklung, Veränderung, Selbstfindung … wahrscheinlich alles zusammen.
    „Wohin die Wolken ziehen“ hat sich aus einer Kurzgeschichte entwickelt, die ich für einen Schreibwettbewerb erfunden hatte. Die Themen - Krankheit, Sterben und Tod auf der einen Seite und Mobbing am Arbeitsplatz auf der anderen Seite - sind aus meinem Berufsleben als Ärztin gegriffen.
    Einige der Kernfragen aus „Der Lauf seines Lebens“ haben mich selbst immer wieder beschäftigt. Wie lang soll man an einem Ziel festhalten? Wann ist es besser aufzugeben? - Außerdem bin ich selbst Langstreckenläuferin. Ich glaube, man sucht sich immer Themen, die einen selbst betreffen. Die kann man auch am glaubhaftesten rüberbringen.

    Wie gestalten Sie das Schreiben? Was ist Ihnen wichtig?
    Ich schreibe immer am Laptop. Ich kann es mir gar nicht anders denken als am Computer, weil ich immer so viel streiche und verbessere.

    Wie wird die Geschichte gefunden?
    Die Geschichten für meine ersten drei Bücher haben sich eigentlich fast von selbst entwickelt. Für die Erzählung „Der Lauf seines Lebens“ hatte ich zuerst nur zwei Grundideen - ohne konkrete Geschichte. Erstens: Jemand läuft zum ersten Mal im Leben Marathon. Zweitens: Unterwegs verändert er sich und macht eine Entwicklung durch. Ich habe lange dafür gebraucht, die Geschichte zu erfinden: den Charakter zu entwickeln, mir eine Vorgeschichte auszudenken und dann auch noch alles auf den Hannover-Marathon abzustimmen. Das war richtig anstrengende Arbeit.

    Wie entsteht und entwickeln sich die Protagonisten/Geschichte?
    Ich habe eigentlich immer einen groben Ablauf der Geschichte im Kopf, bevor ich richtig mit dem Schreiben anfange (nur bei meinem ersten Buch bin ich Hals über Kopf reingeschlittert - und musste nachträglich sehr viel wieder ändern). Ich schreibe auch immer nebenher alles Mögliche auf: z. B. Charakterbeschreibungen, Zeittabellen, Ergebnisse von Recherchen und persönliche Notizen, was ich „eigentlich damit sagen will“.
    Die Details entwickeln sich aber beim Schreiben selbst. Ich schreibe besonders gern Dialoge, und manchmal entwickeln die Protagonisten dabei ein Eigenleben, und die Handlung nimmt einen etwas anderen Verlauf als ursprünglich geplant. Im Grunde hat das Schreiben beides an sich: Konsequente Planung und freie Kreativität.

    Sind Sie aufgeregt bevor Sie anfangen bzw. den ersten Satz schreiben?
    Nein. Bevor ich konkret anfange, habe ich schon so viel darüber nachgedacht oder „drumherum geschrieben“, dass der erste Satz gar kein weltbewegendes Ereignis ist. Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass ich ihn noch fünfmal wieder ändere. Meist kann ich sowieso gar nicht sagen: DIES ist jetzt der Anfang. Der Anfang liegt wohl eher im Dunkeln. Außerdem gibt es viele erste Sätze, die nie zu einer fertigen Geschichte werden.

    Wie und wann entstand der Wunsch an die Öffentlichkeit zu gehen?
    Beim Schreiben meines ersten Buches. Irgendwann hatte ich so viel Zeit und Energie reingesteckt, dass ich dachte: Jetzt muss aber auch ein richtiges Buch daraus werden!

    Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
    Die Verlagssuche war schwer, lang und frustrierend. Ich habe Leseproben an zwanzig Verlage geschickt (zehn große und zehn kleine), deren Adressen ich aus einem (schlechten) Autorenratgeber hatte. Von den großen Verlagen kam gar nichts oder Absagen. Von den Kleinen kamen Zusagen - aber dann haben sie sich als Druckkostenzuschussverlage entpuppt. Einer davon wollte 19.000 Euro von mir!
    Vom Georg Olms Verlag, der meine Jugendbücher veröffentlicht hat, habe ich durch einen Bekannten erfahren. Dass Herr Olms damals gerade mit Jugendbüchern angefangen hatte, war mein großes Glück. Ich habe mein „Timona“-Manuskript vorbei gebracht - und bald darauf hatte ich eine Zusage. Im Nachhinein weiß ich, wie glücklich ich mich schätzen kann, dass es nur sieben Monate gedauert hat, bis ich den Verlag hatte. Bei anderen dauert es viel länger - oder sie finden nie einen Verlag.
    „Wohin die Wolken ziehen“ habe ich über einen Literaturagenten „an den Verlag (Droemer-Knaur) gebracht“. Das ging erstaunlich schnell und unkompliziert. Die Erzählung „Der Lauf seines Lebens“ habe ich selbst bei 1-2-Buch drucken lassen, weil Verlage und Agenturen sie nicht wollten (Fazit: „Gut geschrieben, aber zu kurz … aber Sie können uns gern was anderes schicken …“).

    Wie viel Zeit räumen Sie dem Schreiben bzw. wie binden Sie es in Ihren Alltag ein? Gibt es einen bestimmten Rhythmus?
    Ich schreibe an den Vormittagen, an denen ich nicht im Gesundheitsamt arbeite. Eigentlich schreibe ich aber am liebsten nachts. Nur ist das leider nicht mit meinem normalen Alltag zu vereinbaren (mein Wecker klingelt leider unerbittlich um sechs). Also mache ich das nicht so oft.

    Leben Sie davon oder haben Sie noch einen anderen Beruf?
    10 Stunden in der Woche arbeite ich im Gesundheitsamt.

    Vermitteln Sie Ihre (Schreib-)Kenntnisse und Erfahrungen z. B. in Form von Kursen weiter?
    Nein. Dazu habe ich keine Zeit und auch keine Lust; ich mache schon sehr viel anderes, was mir wichtiger ist.

    Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben bei Ihnen ein?
    Es ist mir sehr wichtig. Aber es reicht zurzeit als einziger Beruf nicht aus. Ich will gern regelmäßig zu unserem Familieneinkommen etwas beitragen; und außerdem hatte ich in der Zeit, als ich versucht habe, „nur“ zu schreiben, keine guten Ideen mehr.

    Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt? Haben Sie Tricks/Übungen gegen Schreibblockaden?
    Leider nicht. Ich wäre sehr froh, wenn ich da ein Patentrezept hätte. Wenn die Ideen nicht von selbst sprudeln, ist es, denke ich, sehr wichtig, dass man einfach dran bleibt und nicht aufgibt. Dass man sich Zeit nimmt und sich zum Schreiben hinsetzt, auch wenn man erst einmal das Gefühl hat, dass einem aber auch gar nichts einfällt.

    Haben Sie noch andere Hobbys / Interessen? Welche?
    Musikgruppe Hohes C (Singen, Mandoline, E-Piano), Laufen, Kinderzirkus (mit meiner Tochter zusammen).

    Wie verbringen Sie Ihren Urlaub?
    Verschieden. Dieses Jahr erstmalig seit langem nur mit meinem Mann (Radtour), während die Kinder weg waren. Sonst: Familienurlaub. Keine Pauschalreisen. Das haben wir einmal gemacht, und es war der einzige Urlaub, den wir richtig schrecklich fanden.

    Was wünschen Sie sich für die Zukunft; welche Pläne haben Sie noch?
    Dass ich besser mit meiner Zeit umzugehen lerne. Etwas mehr Leichtigkeit. Mut zur Lücke. Und dass es mit dem Schreiben weitergeht.

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    Buchvorstellungen


  • Wohin die Wolken ziehen


  • Inhalt:
    Auf einer Feier begegnen sie sich - und sind so verschieden wie Tag und Nacht: die 22-jährige Anna, voller Selbstzweifel und so sehr bemüht, es allen recht zu machen, dass sie sich selbst zu verlieren droht, und der 70-jährige Konrad, der sein Leben bisher fest im Griff hatte, jedoch gerade erfahren hat, dass er bald sterben muss. Zwischen den beiden entsteht eine zarte und ungewöhnliche Freundschaft, in deren Verlauf sie sich allmählich verändern: Konrad lernt, mit seiner Krankheit zu leben und Hilfe von anderen Menschen anzunehmen. Anna beginnt, sich Ziele zu setzen und sich gegenüber anderen zu behaupten. Und sie lernt die Welt mit Konrads Augen zu sehen und die wahre Liebe zu erkennen.

  • Timona: Vom Witterwald in die Drachenstadt


  • Inhalt:
    Im Witterwald gibt es eigentlich keine Drachen. Trotzdem schlüpft gerade in diesem entlegenen Teil der Welt das Drachenmädchen Timona aus einem Findel-Ei. Niemand, am wenigsten Timona selbst, weiß, wie das Ei dorthin gelangt ist. Wer sind ihre Eltern? Warum konnten sie das Ei nicht behalten? Und warum ist sie selbst so anders als die anderen Bewohner des Witterwaldes? Eines Tages macht Timona sich auf die Suche nach einer Antwort auf diese Fragen. Es ist der Beginn einer langen, abenteuerlichen Reise, auf der viele seltsame Wesen ihren Weg kreuzen: Witzlinge und Zwerge, Dunkelwölfe, zweiköpfige Hunde und Trolle - und längst nicht alle von ihnen sind harmlos! Nach vielen Gefahren erreicht Timona schließlich die Drachenstadt, wo sich das Geheimnis ihrer Herkunft lüftet. Doch ihr Weg ist noch nicht zu Ende, und Timona lernt, dass man die größten Schwierigkeiten überwinden kann - wenn man nur Freunde hat.

  • Das abenteuerliche Leben des Drachen Meris


  • Inhalt:
    Eigentlich könnte der Drachenjunge Meris in der Drachenstadt glücklich sein – wenn er nicht ständig im Schatten seiner älteren Schwester Tula stünde, die immer alles besser kann und jeden Schulwettkampf mühelos gewinnt. Sie ist der Liebling ihres Vaters, um dessen Anerkennung Meris sich vergeblich bemüht. Eines Tages bekommt Tula vom Drachenrat eine wichtige Aufgabe zugeteilt. Als sie von dieser Mission nicht zurückkehrt, bringt Meris seinen Vater dazu, eine Suchmannschaft über das Gebirge zu schicken. Meris darf dabei sein, doch was als spannendes Abenteuer beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem Alptraum, der ihn an all seinen Idealen zweifeln lässt. Er verlässt die Drachenstadt und führt ein wildes Leben unter Piraten und Glücksspielern, bis er in der Stadt am Meer schließlich seine eigentliche Begabung entdeckt und seinen eigenen Weg findet.

  • Der Lauf seines Lebens


  • Inhalt:
    Gerrit läuft zum ersten Mal in seinem Leben Marathon. Der Lauf in Hannover ist für ihn nicht nur eine neue Herausforderung, sondern weit mehr: ein Symbol für den Aufbruch in ein neues Leben. Doch kaum ist er unterwegs, wird er von seiner Vergangenheit eingeholt. Er entdeckt in der Menge einen anderen Läufer, der ihm bekannt vorkommt. Wer ist dieser Mann? Sein Auftauchen löst bei Gerrit eine Flut von Gedanken und Erinnerungen aus – und unversehens wird aus dem Lauf in eine bessere Zukunft eine Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit; eine Konfrontation mit Scheitern, Versagen und Schuld.

    - als E-Book -







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